Volltextsuche über das Angebot:

8 ° / 7 ° Regenschauer

Navigation:
Raus aus dem toten Winkel

Verkehrsprojekt in Mingerode Raus aus dem toten Winkel

Grundschulkinder unterschätzen oft die Gefahren des Straßenverkehrs. Dazu gehört auch, dass es für Lkw-Fahrer unmöglich ist sie zusehen, wenn sie sich in unmittelbarer Nähe zum Fahrzeug aufhalten. Dies konnten die Kinder der Grundschule Mingerode am Mittwoch selbst ausprobieren.

Voriger Artikel
Täter erbeuten Bargeld und Zahngold
Nächster Artikel
Wallfahrer wandern zum Christus-König-Kreuz

Im toten Winkel sind die Kinder nicht zu sehen.

Quelle: Vera Wölk

Mingerode. Wir wollen die Kinder dafür sensibilisieren sich von großen Fahrzeugen fernzuhalten“, berichtete Fabian Heise, Mitglied des vor wenigen Monaten gegründeten „Round Table Eichsfeld“. Der Runde Tisch beteiligt sich an einer bundesweiten Aktion des Service Clubs „Round Table“, dem sie angehören. „Bereits beim Polizeifest in Duderstadt habe es die Aktion gegeben und es habe den Kindern geholfen, die Gefahren des Toten Winkels zu erkennen. „Die Zusammenarbeit mit der Polizei insbesondere mit Dierk Falkenhagen hat gut geklappt“, sagte Heise. In Mingerode waren Heise und der Präsident des Eichsfelder Round Table Daniel Schneemann jetzt erstmals an einer Grundschule mit ihrem Projekt zu Gast. „Den Lkw stellt uns die Firma Baustoffe Trümper zur Verfügung, sodass wir den Kindern an einem praktischen Beispiel zeigen können, was der tote Winkel genau bedeutet“, so Heise. Klassenweise kamen die rund 80 Schüler der Grundschule auf den Schulhof. Hier sollten sie sich zunächst in einer gekennzeichneten Fläche aufstellen, bevor sie immer zu zweit in die Fahrerkabine des Lkws klettern durften, wo Heise ihnen die Gefahren erklärte. Währenddessen befanden sich nicht nur die Schüler rechts vom Lkw, sondern zwei weitere waren vor dem Fahrzeug und gingen an dieses so nah heran, bis sie von den Kindern im Fahrzeug nicht mehr gesehen werden konnten. „Wenn ihr direkt vor dem Fahrzeug steht, kann der Fahrer euch nicht sehen, wenn er losfahren möchte. Deshalb solltet ihr nicht zu nah an große Fahrzeuge gehen“, erklärte Heise den Mädchen und Jungen im Führerhaus. Diese waren vor allem davon überrascht, dass sie ihre Klassenkameraden auf der rechten Seite des Lkws nicht sehen konnten. „Das war komisch, weil ich ja wusste, dass sie da sind“, sagte eine Schülerin.

Westen für die erste Klasse

Diesen Effekt wollten Heise und Schneemann erreichen, denn dadurch werde bei den Mädchen und Jungen das Bewusstsein geschärft, dass der Fahrer sie im Toten Winkel nicht sehen kann. Doch weisen sie auch daraufhin, dass nicht nur die Kinder sich an Verkehrsregeln halten sollen, sondern auch die Erwachsenen sich an Regeln wie Geschwindigkeitsbegrenzungen halten müssen. „Ein Lkw hat vier Tote Winkel. Einen vorne, einen hinten und jeweils einen links und rechts. In diesen kann der Fahrer uns nicht sehen“, wusste der acht Jahre alte Phil nach der Aktion zu berichten. Für die Erstklässler hatten die Mitglieder des Serviceclubs eine Überraschung dabei, denn diese bekamen Warnwesten vom ADAC geschenkt. Diese sollen sie morgens auf ihrem Schulweg tragen, denn dadurch würden sie besser von den anderen Verkehrsteilnehmer gesehen. Damit die ABC-Schützen auch einen Anreiz haben die Weste zu tragen, erhalten sie für jeden Tag, an dem sie mit Weste zur Schule kommen einen Haken. „Der Wettbewerb geht über vier Wochen. Nach dieser Zeit kann der Bogen abgeschickt werden und es gibt etwas zu gewinnen“, sagt die Klassenlehrerin der ersten Klasse Nicole Steinböck.

Mit dem Projekt „Toter Winkel“ wollen die zehn Mitglieder des Eichsfelder Round Table auch an weiteren Grundschulen auf die Gefahren von Lkws und Bussen aufmerksam machen. „Wir wollen mehr sein als nur ein Stammtisch, der sich zweimal im Monat treffen. Wir wollen auch etwas für die Gesellschaft machen“, sagte Heise.

Von Vera Wölk

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Duderstadt
Anzeigenspezial

Informieren Sie sich über das aktuelle Fußballgeschehen in Göttingen und aller Welt.  mehr

Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
Termine

Wo kann man hin, was kann man machen? Hier werden Sie fündig: Das Tageblatt hat die wichtigsten Freizeittipps für Sie zusammengestellt