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Kinder und Seniorin in Duderstadt sexuell bedrängt

„Die Kultur bei uns ist sehr hart“ Kinder und Seniorin in Duderstadt sexuell bedrängt

Der junge Mann ist ein bekanntes Gesicht in Duderstadt. Vielfach ist der 34-Jährige durch sexualisiertes Verhalten in der Öffentlichkeit aufgefallen. Das berichtet sein Betreuer. Jetzt könnten ihn zwei solcher Vorfälle dauerhaft in die Psychiatrie bringen. Das Landgericht Göttingen verhandelt gegen den Duderstädter wegen sexueller Nötigung einer Rentnerin und wegen exhibitionistischer Handlungen vor Kindern.

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Quelle: (Symbolbild) dpa

Duderstadt/Göttingen. Möglich, dass das Gericht  Wiederholungsgefahr und damit eine Gefährdung der Allgemeinheit feststellt und den 34-Jährigen in einem psychiatrischen Krankenhaus unterbringen wird.

Vorgeworfen wird dem Angeklagten, am 11. Juli 2013 im Duderstädter Stadtpark eine 77 Jahre alte Spaziergängerin von hinten angegangen zu haben, sie an sich gedrückt und Beischlafbewegungen gemacht zu haben. Zudem wird er beschuldigt, sich zwei zwölfjährigen Mädchen in schamverletzender Weise auf offener Straße gezeigt zu haben.

Die Tat gegen die Rentnerin hat dazu geführt, dass der 34-Jährige am 4. September festgenommen und vorläufig in der Asklepios-Klinik untergebracht wurde. Auch dort soll er weibliches Personal mit sexuellem Motiv belästigt haben, ehe triebdämpfende Medikamente wirkten. In der Eröffnung der Anklage wies die Jugendschutzkammer darauf hin, dass eine Unterbringung im Maßregelvollzug möglich sei.

Psychische Störung

Dem Mann, Mitglied einer vielköpfigen Flüchtlingsfamilie aus dem Kosovo, wird in einem Gutachten eine psychische Störung und intellektuelle Minderbegabung attestiert, was zu erheblich verminderter Schuldfähigkeit führt. Als Kind soll er miterlebt haben, wie im Kosovo-Krieg ein Bruder vor seinen Augen getötet wurde. Als Flüchtling wird er auch 15 Jahre nach Einreise nur geduldet. Abschieben könne man ihn aber nicht, sagt der Dolmetscher. „Die Kultur bei uns ist sehr hart: Wenn er im Kosovo so etwas macht, das überlebt er nicht.“

Der Angeklagte bestreitet alle Vorwürfe. Eine alte Dame will er nie gesehen haben, Mädchen sei er nie begegnet. Fragen des Sachverständigen, die er trotz allen Bemühens des Roma-Dolmetschers nicht beantworten kann, machen deutlich, dass er offenbar nicht einmal begreift, warum er auf der Anklagebank sitzt.

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