Volltextsuche über das Angebot:

7 ° / 4 ° Regenschauer

Navigation:
Kleine Tipps mit großer Wirkung

Sprit-Sparen Kleine Tipps mit großer Wirkung

Schon wieder leer? Der Blick auf die Tankanzeige des Auto-Cockpits hat mittlerweile einen neuen Schmerzpegel erreicht und tritt so manchem Fahrzeughalter kräftig auf den Gasfuß. Kraftstoffpreise von teilweise über 1,50 Euro prangen an den Zapfsäulen und lassen das Portemonnaie in der Tasche bleischwer werden.

Voriger Artikel
Ehemaliger Kindergarten zum Abriss freigegeben
Nächster Artikel
Moneke übernimmt Regie in Verbundschule

Wenn Tankanzeige und Verbrauchsmesser Schockstarre auslösen: Mit vielen kleinen Änderungen in der Fahrweise wird Spritsparen kinderleicht.

Quelle: Blank

Wie man den Benzinverbrauch im Handumdrehen um lockere zehn Prozent senken und so die hohen Preise relativieren kann, hat Diplom-Ingenieur Uwe Linden dem Tageblatt verraten.

„Mit kleinen Änderungen an der eigenen Fahrweise kann man schon viel erreichen. Vorausschauend fahren, im Verkehr mitschwimmen, nicht zu hastig oder zu stark bremsen oder beschleunigen“, erklärt Linden, Kfz-Fachmann in der Westeröder DEKRA-Prüfstelle. Kleine Tipps, die vielleicht banal klingen mögen, aber insgesamt nicht zu verachtende Einsparungen ermöglichen. „Das Schöne ist ja, dass man dafür nicht mal große Einschränkungen hinnehmen muss. Es sind einfach Dinge, die einem in Fleisch und Blut übergehen sollten“, zeigt sich der Experte vom Alltagssparprogramm überzeugt.

Einen Rüffel verteilt Linden an alle Berufsverkehr-Drängler, Dauer-Überholer und chronische Anschieber: „Wenn man zwei, drei Autos überholt, kommt es einem vielleicht so vor, aber man ist kaum früher da. Dafür hat man mit der Fahrweise elementar mehr Sprit verbraucht.“

Zu einer geldbeutel- sowie umweltfreundlichen Spritpolitik gehört auch das niedrigtourige Fahren. Das heißt frühzeitig hochschalten und im niedrigen Drehzahlbereich bleiben. Die Rechnung ist einfach: Weniger Bremsen gleich weniger Beschleunigen gleich weniger Benzinverbrauch.

Ein wichtiger Punkt auf der Express-Spar-Checkliste ist der Reifendruck. Linden: „Man kann den Luftdruck der Reifen ruhig 0,2 bis 0,3 Bar höher einstellen, als in der Betriebsanleitung des Fahrzeugs angegeben ist. Dadurch verringert sich der Rollwiderstand und der Kraftstoffverbrauch geht ebenfalls zurück.“

Für sein Verhalten belohnt wird der ordnungsliebende Fahrzeughalter, bestraft wird der faule. Öfters mal den Kofferraum aufzuräumen, verringert die zu beschleunigende Masse und somit die Menge an Litern, die pro Kilometer vom Motor geschluckt wird. Auch wer nach dem Urlaub nicht gleich wieder die Füße hochlegt, sondern zunächst den Dachgepäckträger abmontiert und damit den Luftwiderstand minimiert, darf sich glücklich schätzen, denn er gehört zu den ökonomischen Fahrern.

Ein Auge haben sollten Autofahrer auf kleine Stromsauger wie Heckscheibenheizung, Sitzheizung und besonders die Klimaanlage. „Das sind alles große Spritfresser. Bei Kleinwagen kann das schon mal 0,5 bis 1 Liter auf 100 Kilometern ausmachen. Licht gehört auch dazu, aber das sollte zur Sicherheit natürlich angeschaltet bleiben“, rät der Diplom-Ingenieur.

Privat setzt Linden auf die neueste Technik in Sachen Auto-Ökonomie: „Moderne Fahrzeuge sind mit einer Start-Stop-Automatik ausgestattet. Beispielsweise beim Warten an der Ampel legt man den Leerlauf ein und lässt die Kupplung los, dann schaltet sich der Motor aus. Wird die Ampel grün, drückt man auf die Kupplung und der Wagen springt wieder an. Bis zu 0,5 Liter des durchschnittlichen Verbrauchs werden durch solch ein System eingespart.“ Damit die Technik allerdings funktioniert, muss die Batterie voll und der Motor warmgelaufen sein. So gut wie alle Fahrzeughersteller bieten bereits Modelle mit Start-Stop-Automatik an.

Von Anna Kleimann

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Anzeigenspezial

Informieren Sie sich über das aktuelle Fußballgeschehen in Göttingen und aller Welt.  mehr

Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
Termine

Wo kann man hin, was kann man machen? Hier werden Sie fündig: Das Tageblatt hat die wichtigsten Freizeittipps für Sie zusammengestellt