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Kochen, beten, pokern oder Freunde treffen

Offen für alle Konfessionen Kochen, beten, pokern oder Freunde treffen

Jugendräume erleben eine Renaissance. Auch im Eichsfeld sind neue Treffpunkte für Jugendliche entstanden. In einer Serie stellt die Junge Seite die Jugendräume der Region vor. Teil 8: Das Dekanats-Jugendzentrum Emmaus in Duderstadt.

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Spaß beim Billard: Tobias Gütter, Kevin Schneemann, Lukas Bonn, Tim van der Grinten, Xenia Vollmer (v.l.).

Quelle: Mischke

Wir liegen leider etwas versteckt“, bedauert Jugendreferentin Susanne Möhl. Doch es lohnt sich, im Duderstädter Haus St. Georg bis in die zweite Etage hinauf zu steigen – wer nicht gut zu Fuß ist, kann den Fahrstuhl nehmen. Schon beim Eintreten in das Emmaus-Jugendzentrum steigt einem der köstliche Duft in die Nase. Heute wird gekocht. Das Abendessen ist offen für jeden, kostenlos und findet jeden Mittwoch statt. „Es gibt selbstgemachte Döner“, verrät Philipp Daume, während Sarah Sperling einen Joghurt-Dip verrührt. Philipp absolviert hier ein Freiwilliges Soziales Jahr. In der Küche stapeln sich Fladenbrote, Zwiebeln, Salat, das Fleisch brutzelt bereits in der Pfanne und die Hobbyköche wirbeln beschäftigt umeinander.

Warme Rottöne geben dem großräumigen Emmaus-Café ein gemütliches Flair. Hier spielen Tobias Gütter, Lukas Bonn und Kevin Schünemann an der Wii-Konsole. Tobias hat heute außerdem Thekendienst, aber im Moment ist nicht so viel zu tun, so dass er mitspielen kann. „Wer Thekendienst hat, muss Kaffee kochen und verkauft die Tickets für Billard, Kicker oder Internet“, erklären die Jungs. Kevin ist erst nach Duderstadt gezogen und hat die beiden anderen über die Jugendfeuerwehr kennengelernt. Gemeinsam kommen sie nun ins Emmaus.

An einem runden Tisch sitzen John Goldmann und Jan-Niklas Denecke, gucken konzentriert in ihre Karten, tauschen bunte Plastik-Chips aus oder versuchen im Gesicht des anderen den großen Bluff zu erraten. Pokern, aber auch Billard und Kicker locken die beiden regelmäßig ins Emmaus. Die religiöse Seite des katholischen Dekanats-Jugendzentrums reize ihn weniger, sagt Jan-Niklas. „Thekendienst, ein bisschen zocken und die Ruhe vor den Eltern“, nennt John verschmitzt die Gründe für ihren Besuch. Ganz anders sieht es in dem kleinen Raum aus, wo sich Xenia Vollmer, Johannes Otto und Tim van der Grinten um Kaplan Martin Maharens versammelt haben, der auch für die Leitung des Emmaus zuständig ist. Man ist gerade dabei, die nächste Jugendmesse vorzubereiten, die einmal im Monat stattfindet.

„Religion spielt hier eine Rolle – für denjenigen, der das möchte“, erklärt Susanne Möhl. Priorität sei es aber, Leute zu treffen, sich zu unterhalten oder gemeinsam zu spielen. Wer mehr will, kann an einer der vielen Aktionen teilnehmen, die hier angeboten werden, darunter Fahrten nach Taizé, zum Weltjugendtag nach Madrid, zum Jugendfestival nach Hildesheim oder zum Spiel von Hannover 96. Kreative können malen, basteln, Schmuck gestalten, knüpfen oder batiken, Wettkämpfe werden im Dart, Pokern oder beim Billard veranstaltet. Und wer sich zum Thema Gruppenleitung weiterbilden möchte, kann an den Juleica-Kursen teilnehmen, wo die Jugendleiter-Card zu erwerben ist. In Planung ist zur Zeit ein Übungsraum für junge Bands im Keller des Hauses St. Georg.

Jugendreferentin Elvira Hornemann erklärt, dass hier jederzeit ein Erwachsener als Ansprechpartner anwesend sei. „Das stört die Jugendlichen nicht, manche suchen bewusst den Kontakt zu uns“, hat sie beobachtet. Den Begleitdienst übernehmen auch einige Erwachsene ehrenamtlich, heute ist Laura Busch dabei.

Unter dem ehemaligen Kaplan Martin Wilk wurde 2004 die ehemalige Bezirksjugendstelle zum heutigen Emmaus. Im Durchschnitt gelten die Angebote des Zentrums für Jugendliche ab zwölf Jahren. Seit einiger Zeit laufen aber auch Ferienangebote für Schüler ab der dritten Klasse. Gesucht werden immer Freiwillige für den Thekendienst oder als Betreuer. „Aber natürlich kann jeder auch einfach herkommen, egal welcher Konfession. Bloß nicht von unserer versteckten Lage abschrecken lassen“, betonen die Jugendreferentinnen. Geöffnet ist das Emmaus-Café wochentags außer donnerstags von 15 bis 19 Uhr.

Von Claudia Nachtwey

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