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Kopfschmerztag am 5. September macht auf Volkskrankheit aufmerksam

Zahlreiche Arten Kopfschmerztag am 5. September macht auf Volkskrankheit aufmerksam

„Wenn man es selbst erlebt hat, weiß man erst, wie schlimm es sein kann“, sagt Michael Hasse, Inhaber der Markt-Apotheke. Der Duderstädter spricht vom Kopfschmerz. Um auf die oft unterschätzte Krankheit aufmerksam zu machen, hat die Deutsche Schmerzhilfe im Jahr 2000 den Kopfschmerztag eingeführt.

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Anfällig: Die Köpfe von 70 Prozent der Deutschen werden manchmal und auch regelmäßig von Schmerzen heimgesucht.

Quelle: Blank

Jedes Jahr am 5. September, also am morgigen Sonntag, dreht sich alles um Migräne, Spannungskopfschmerz, Cluster-Kopfschmerzen oder die Trigeminus-Neuralgie. Dies allerdings ist nur ein kleiner Auszug von Kopfschmerz-Arten, an denen laut Studien rund 70 Prozent der Deutschen leiden. „Es sind viel zu viele, um sie alle aufzuzählen“, meint Hasse, der sich an eine Medikamenten-Werbung erinnert, in der von 35 verschiedenen Arten die Rede ist.

Als Therapiemöglichkeiten nennt der Apotheker Yoga und andere Entspannungsmaßnahmen, um Stress aus dem Alltag abzubauen, sowie homöopatische und natürliche Medikamente bis hin zu stärksten Schmerzmitteln. Der Griff zur Tablette allerdings erfolge bei manchen Betroffenen zu schnell und vor allem zu oft. „Anstatt sich über die Ursachen Gedanken zu machen, werden Tabletten eingenommen“, meint Hasse. Manchmal sogar könne auf diese Art der sogenannte Entzugskopfschmerz entstehen. „Nämlich dann, wenn der Tablettenwirkstoff im Körper fehlt.“
Die Empfehlung eines Arztbesuches spricht Hasse anhand einer bestimmten Faustregel aus: „Wenn Kopfschmerzen mehr als zwei- bis dreimal im Monat auftreten, sollte der Betroffene in jedem Fall einen Arzt aufsuchen.“

„Oft leide ich ganz schön mit“, sagt Christina Patzwall. Dabei denkt die Heilpraktikerin an Kinder, die bereits in jungen Jahren mit Kopfschmerzen zu kämpfen haben. „Ich kann mir eigentlich gar nicht vorstellen, wie diese Kinder das aushalten. Aber bei manchen ist es so, dass sie diesen Schmerzzustand schon als normal empfinden.“ Das Alter und der Kopfschmerz seien unabhängig voneinander.
Neben den häufigsten Auslösern wie Stress, Hormonschwankungen, Verspannungen und Stoffwechsel-Störungen nennt Patzwall auch andere Möglichkeiten, wie der Schmerz im Kopf entsteht. So könnte die „unterschätzte Krankheit“ auch von der falschen Ernährung, zu hohem Alkoholkonsum und Kaffee-Entzug herrühren. „Wenn man in der Woche morgens um sechs aufsteht und einen Kaffee trinkt, dies am Wochenende aber nicht tut, kann es sein, dass man sich an den freien Tagen mit Kopfschmerzen herumplagen muss.“
„Morbus Click“, so umschreibt Patzwall das Auftreten von Kopfschmerzen, ausgelöst durch die schlechte Haltung vor dem Computer und das lange Starren auf den Bildschirm. „Man sollte in jedem Fall immer mal wieder vom Stuhl aufstehen“, rät die Heilpraktikerin aus Duderstadt.

Von Kristin Kunze

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