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Kornhaus-Fusion mit Volksbank Dransfeld perfekt

Standorte bleiben erhalten Kornhaus-Fusion mit Volksbank Dransfeld perfekt

Das Kornhaus Duderstadt fusioniert mit der Volksbank Dransfeld. So hat es die Kornhaus-Generalversammlung beschlossen. 167 Stimmen gab es für die Verschmelzung beider Genossenschaften, eine dagegen. Nun muss noch eine Vertreterversammlung der Volksbank zustimmen. Die wird kurzfristig einberufen, um die Fusion perfekt zu machen. Gelten würde sie pro forma ab 1. Januar, vollzogen werden könnte sie de facto bis Mitte des Jahres.

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Richtungsweisende Entscheidung: 167 Mitglieder stimmen bei der Generalversammlung der Fusion des Kornhauses zu.

Quelle: Tietzek

Zugestimmt hat die Generalversammlung einer Übernahme des Kornhauses durch die Volksbank Dransfeld, die auch Namensgeber der fusionierten Genossenschaft wird. Die Kornhaus-Standorte Duderstadt, Gieboldehausen und Rosdorf bleiben erhalten und werden ausgebaut. Das wurde während der Versammlung mehrfach versichert. Die 47 Mitarbeiter werden von der Volksbank übernommen.

Die Fusion war gut vorbereitet. Auf zwei Informationsabenden Anfang des Jahres waren die Kornhaus-Mitglieder über die Verschmelzungspläne unterrichtet, Ende Februar war der Vertrag im Entwurf unterzeichnet worden. In der Generalversammlung im Nesselröder Gasthaus Schenke erläuterte Kornhaus-Vorstand Stefan Schaberg noch einmal die Kernpunkte und erklärte unter anderem: „Eine Debatte über eine Fusion mit der Volksbank Mitte haben wir nie geführt.“ Es gehe um den Ausbau des Warengeschäfts, das sei nicht mit der Duderstädter, wohl aber mit der Dransfelder Volksbank möglich. Das Kornhaus sei ohne finanzielle Not in die Verhandlungen eingestiegen. Es stünden jedoch größere Investitionen an und die Finanzausstattung der Genossenschaft müsse verbessert werden.

Der Duderstädter Notar Rolf Hirschmann verlas den Verschmelzungsvertrag, in dem auch die Übernahme der Kornhaus-Mitarbeiter durch die Volksbank festgeschrieben ist. Laut Vertrag verpflichtet sich die Volksbank zudem zu jährlich zwei Regionalversammlungen im Geschäftsbereich des Kornhauses und der Aufnahme von zwei Kornhaus-Mitgliedern in den elfköpfigen Volksbank-Aufsichtsrat. Dafür nominierte die Generalversammlung später Stefan Schaberg und Arno Homann.

Hans-Wolfgang Richter vom Genossenschaftsverband Norddeutschland betonte, „es steht eine wichtige strategische Entscheidung an“, bevor er ein Gutachten zur Verschmelzung verlas. Darin wird die wirtschaftliche Situation der Volksbank Dransfeld als gut, stabil und ohne strukturelle Risiken beschrieben. Die Finanzlage des Kornhauses sei geordnet, die Vermögenslage jedoch verbesserungsbedürftig, die Anlagen veraltet, der Investitionsbedarf groß, die wirtschaftlichen Entwicklungsmöglichkeiten begrenzt.

Durch eine Fusion würde das Kornhaus gestärkt, der geschäftliche Spielraum erhöht, Ertragssteigerungen seien erwartbar. „Insgesamt ein uneingeschränkt positives Votum“, fasste Richter zusammen. Nach 80 Minuten kompakter Information hatten die Kornhaus-Mitglieder keine Fragen mehr. Einzig Kreislandwirt Hubert Kellner wollte vor der Abstimmung noch einmal die Sicherheit der Kornhaus-Arbeitsplätze bestätigt haben. „Eindeutig ist ein Personalabbau nicht vorgesehen“, legte sich Geschäftsführer Michael Steinberg fest.

Aufsichtsratsvorsitzender Willi Dittmann drängte sanft aber bestimmt auf eine Abstimmung per Handzeichen und ein positives Votum, dass um 21.50 Uhr lautete: 167 Stimmen für die Fusion, eine dagegen.

„Lassen sie uns in Zukunft als Freunde, Geschäftspartner, Genossen zusammenarbeiten“, reagierte Volksbank-Aufsichtsrat Reinhard von Werder in einem Grußwort. Ernst Wollborn ergriff für die Kornhaus-Belegschaft das Wort. Er bedankte sich bei der Generalversammlung: „Sie haben mit Weitblick die Weichen für den Erhalt unserer Arbeitsplätze gestellt.“ Aufsichtsrat und Vorstand des Kornhauses bescheinigte er „frühzeitiges Handeln und großes Verhandlungsgeschick“. Geschäftsführer Steinberg äußerte sich nach der Versammlung gegenüber dem Tageblatt zufrieden über das Ergebnis des Abends: „15 Monate haben wir intensiv für die Fusion gearbeitet.“ Wie er sich jetzt fühle? „Sehr erleichtert“, so Steinberg.

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