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Kranich-Spektakel hält Dorf wach

Nächtliche Invasion Kranich-Spektakel hält Dorf wach

Engelbert Bley ist nicht der einzige Fuhrbacher, der in der nebeligen Nacht von Sonntag, 13. Februar, auf Montag, 14. Februar, kaum ein Auge zugedrückt hat und sich auch noch über die nächtliche Ruhestörung freut.

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Wird immer kürzer: der Zug der Kraniche.

Quelle: Linde

Hunderte von Kranichen seien am Sonntag aus Richtung Südwesten gekommen, hätten über dem Duderstädter Bergdorf gekreist und seien ab 19 Uhr am Ortsrand gelandet, berichtet der 57-Jährige. Die letzten Vögel seien erst am Montagmorgen weiter gezogen. „Die Kraniche ziehen jedes Jahr hier vorbei“, sagt Bley. „Dass sie in Massen landen und Rast machen, hatten wir aber noch nie“, freut er sich über das „fantastische Naturschauspiel“. Die Rufe der Kraniche, die oberhalb des Dorfes in Richtung Langenhagen rasteten, seien die ganze Nacht zu hören gewesen, er selbst mehrfach im Nebel draußen gewesen.

Ortsbürgermeister Klaus Ohse (CDU) bestätigt das nächtliche Spektakel. Auch er wurde von den Rufen der Kraniche aus dem Schlaf gerissen. Zu Gesicht bekam er die ebenso scheuen wie imposanten Zugvögel nicht. Die Nacht- und Nebelaktion der Kraniche in Fuhrbach fiel vor allem durch Lautstärke auf. Die Rufe der Kraniche am Himmel über dem Eichsfeld vernommen haben auch Mitarbeiter der Sielmann-Stiftung. „Die Kraniche ziehen immer kürzer und immer früher“, stimmt Holger Belz mit Michael Simmat überein. Früher seien die Vögel zum Überwintern bis Marokko und Südspanien gezogen, inzwischen würden sie in Südfrankreich und teilweise sogar in ihren Brutgebieten überwintern, sagt Simmat. Und sie würden auch früher wieder gen Norden ziehen, um in ihre Brutgebiete heimzukehren.

Kleinere Trupps machen dabei bereits seit einigen Jahren Zwischenstation in der Region –so auch bei Bösinghausen oder am Seeanger bei Seeburg – , um sich auszuruhen, Nahrung zu suchen und Kraft für den Weiterflug zu tanken. Nach dem frühzeitigen Aufbruch der Tiere dürfte es um Carsten Linde einsam werden: Der Hobby-Ornithologe aus Ebergötzen weilt zurzeit in Spanien, um Kraniche zu fotografieren.

ku

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Zweimal im Jahr reisen die grauen Kraniche quer durch Europa: Baltische, ostpolnische und russische Kraniche ziehen über den östlich verlaufenden baltisch-ungarischen Zugweg nach Nordafrika oder Israel. Deutschland wird von skandinavischen, deutschen und westpolnischen Kranichen auf dem Weg nach Spanien und Portugal überflogen.

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