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Kriminalität im Netz steigt an

Tatort Internet Kriminalität im Netz steigt an

Doppelt so viele Beleidigungen wie im Jahr zuvor – ein Plus von mehr als 100 Prozent verzeichnet hier die Kriminalstatistik der Duderstädter Polizei. Statt der 48 Kränkungen, Beschimpfungen, Verletzungen der persönlichen Ehre in 2009 gab es derer 97 im vergangenen Jahr. Woran das liegt?

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Griff ins Portmonee via Internet: Die Zahl der Betrügereien und anderer Straftaten mittels moderner Medien steigt.

Quelle: Thiele

„Dafür gibt es eine logische Begründung“, sagt Horst Kanngießer, Leiter des Kriminal- und Ermittlungsdienstes, bei der Vorstellung der Zahlen. Über die sozialen Netzwerke via Internet und oder mit dem Handy per SMS seien Beleidigungen schnell ausgetauscht, auch ohne direkten Kontakt aber doch persönlich treffend. „Auch das ist Internetkriminalität“, sagt Kanngießer.

Die Zahl der Delikte, bei denen der Computer als Tatwaffe missbraucht, das Netz zum Tatort wird, nimmt zu. Da liegt das Eichsfeld im Landestrend. Bei der Vorstellung der landesweiten Zahlen hatte Niedersachsens Innenminister Uwe Schünemann (CDU) erklärt, im Bereich Internetkriminalität habe es einen Zuwachs von mehr als 55 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gegeben – bei gleichzeitig sinkender Gesamtzahl der Straftaten in 2010. Hier liege die neue Herausforderung für die Polizei, wird der Minister im Pressedienst Rundblick – Nord-Report zitiert.

In der Kriminalstatistik des Polizeikommissariats Duderstadt ist die Internetkriminalität zwar nicht eigens ausgewiesen. Es sei aber zu beobachten, so Kanngießer, dass Computer und Internet bei vielen verschiedenen Vergehen eine Rolle spielten. Nötigung mit Hilfe des Internet; Verbreitung von Pornografie per Computer; Waren- und Warenkreditbetrug, das heißt Nichtlieferung beziehungsweise Nichtbezahlen bei Internetgeschäften, nennt er als Beispiele.

Die Aufklärung dieser Vergehen sei oft schwierig, erklärt der Chefermittler. Dennoch sei die Polizei auch auf diesem Gebiet immer erfolgreicher, erklärt Duderstadts Kommissariatsleiter Otto Moneke. Denn: „Auch im Internet hinterlässt der Täter eine Spur wie von einer Elefantenherde.“ Man müsse diese Spuren eben nur lesen und auswerten können. Durch neue Ermittlungsansätze und gezielte Schulung der Beamten gelinge dies immer besser, stellt der Polizeichef fest.

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