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La-Ola-Wellen schwappen durch den Hörsaal

Vortragsreihe für Kinder La-Ola-Wellen schwappen durch den Hörsaal

Herzlich Willkommen: Als Professor Stefan Luther am vergangenen Freitag, 4. Februar, seine jungen Zuhörer im Lindauer Max-Planck-Institut (MPI) für Sonnensystemforschung nach Redewendungen rund ums Herz fragte, musste er nicht lange warten. „Schlag auf Schlag“, so wie der Titel seines Vortrags über das zentrale Organ des Menschen, kamen die Antworten.

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La-Ola-Wellen im Hörsaal des Lindauer Max-Planck-Institutes: Stefan Luther bringt beim Herz-Vortrag seine jugendlichen Studenten in Schwung.

Quelle: OT

Mit diesem Beitrag startete die Veranstaltungsreihe „Max-Planck Wissenswelten – Vorträge für junge Entdecker“.

„Nach einem Vortrag für Kinder während des Tages der offenen Tür vor zwei Jahren hatten wir so eine positive Resonanz, dass wir gesehen haben, da ist Bedarf“, erläuterte Birgit Krummheuer, zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit des Instituts. Mit ihrer Einschätzung lagen die Verantwortlichen richtig. Das Interesse war so groß, dass der Vortrag in einen weiteren Raum übertragen wurde.

Die Zuhörer erfuhren zunächst, dass das Herzsymbol in einem stilisierten Efeublatt seinen Ursprung hat. „Efeu ist immer grün und sehr langlebig“, so Luther. Daher stehe es „für etwas Dauerhaftes.“ Darstellungen gab es schon vor 5000 Jahren auf Vasen, wie der am Max-Planck-Institut für Dynamik und Selbstorganisation tätige Referent mit Hilfe eines Beamers dokumentierte. In der Minneliteratur des 13. und 14. Jahrhunderts tauchten Efeublätter in Liebesszenen auf. Auch die Verwendung des Symbols durch die Herz-Jesu-Verehrung in der katholischen Kirche trug zu dessen Verbreitung bei. Mitte des vergangenen Jahrtausends ersetzte das Herz den Kelch auf Spielkarten.
Leicht verständlich erläuterte Luther danach die Aufgaben und Arbeitsweise des Herzens, „das im Leben des Menschen eine ganz, ganz große Rolle spielt“. Das Organ befinde sich in der Brust „und nicht wirklich ganz links, wie viele sagen.“ Mit etwas Fantasie sehe der untere Teil aus wie eine Kartoffel. Anhand eines Querschnitts zeigte Luther, dass das Herz rechts und links insgesamt vier Kammern enthält, die dazu dienen, Blut durch den Körper zu pumpen. Das Blut transportiert Sauerstoff in den Körper und die Muskeln, damit diese sich bewegen können.

Die Zuhörer erfuhren, wie der Herzmuskel das Blut pumpt. Oft bediente sich Luther einfacher Bilder. So verglich er die Herzklappen mit den Ventilen eines Fahrrads und stellte dem Publikum einen „Kapellmeister“ vor, „der allen Teilen des Herzens sagt, was sie zu tun haben“. Luther erklärte auch, was die elektrischen Impulse, die sich entlang des Herzmuskels ausbreiten, mit den La-Ola-Wellen im Fußballstadion zu tun haben, die das Publikum anschließend nachmachen durfte.
Die lockere Form des mit einigen Rateaufgaben angereicherten Vortrags, indem auch Informationen zu Herzschrittmachern und Defibrilatoren nicht fehlten, kam bei den „jungen Entdeckern“ bestens an. „Es hat mir sehr gut gefallen. Mich hat besonders interessiert, wie das Herz funktioniert“, sagte Marlene Koch aus Göttingen. Anna Heiligenstadt aus Gillersheim machte die „La-Ola-Welle“ viel Spaß. „Das war toll, als wir alle aufgestanden sind.“ „Vieles habe ich vorher nicht gewusst“, freute sich Rika Bornemann, die ebenfalls in Gillersheim wohnt, über den Erkenntnisgewinn und kündigte an: „Beim Vortrag über das Weltall komme ich wieder.“

Von Axel Artmann

Der Kinder-Vortrag „Das bunte Unsiversum – Warum ist die Sonne gelb“ findet am Freitag, 18. Februar, um 16 Uhr im MPI Lindau statt. Junge Entdecker können sich anmelden unter Telefon 055 56/97 9-0.

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