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Leon stürzt Luca vom Thron

Beliebte Vornamen Leon stürzt Luca vom Thron

Das erste Baby des neuen Jahres, in dessen Pass später einmal Duderstadt als Geburtsort stehen wird, stammt aus der Gemeinde Katlenburg-Lindau und hat sich  Zeit gelassen: Oliver Diedrich, 4220 Gramm schwer, wurde in der Nacht zum 4. Januar in St. Martini entbunden. Und tanzt mit seinem Vornamen aus der Reihe – oder steht für einen neuen Trend.

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Quelle: Geburtsdefizit: Die demografische Erosion im Eichsfeld setzt sich ungebremst fort.

Eichsfeld. Die beliebtesten Vornamen, die Eichsfelder Eltern 2012 für ihre Kinder wählten, waren bei den Jungen Leon und bei den Mädchen Sophie. In acht Fällen entschieden sich die Eltern für Leon, in elf Fällen für Sophie. Damit hat Leon den Vornamen Luca, der zwei Jahre in Folge Favorit war, vom Thron gestoßen, während Sophie den Spitzenplatz bei den Mädchen verteidigen konnte. Ebenfalls beliebt waren bei den Jungen Maximilian (fünf) sowie Alexander, Elias, Jonas, Justus und Paul (je vier), bei den Mädchen Marie (sieben), Lea und Lilly (je fünf). „Auch Namen aus Großvaters Zeiten sind wieder dabei“, sagt Standesbeamtin Ute Lenz und nennt als Beispiele Ida, Johanna, Charlotte, Jonathan, Linus und Vincent.

Während die Kurznamen Mia und Ben ihren Spitzenplatz im bundesweiten Vornamen-Ranking behauptet haben, schert das Eichsfeld aus diesem Trend aus. Die Jahresstatistik des Duderstädter Standesamtes verzeichnet nicht einen Ben solo, nur einen Ben-Jaro. Mia teilt sich mit Ida, Pia, Lara und Lena den vierten Platz.

Eine Hausgeburt

Mit Ausnahme von je einer Hausgeburt in der Stadt Duderstadt und in Krebeck kamen alle Kinder im Krankenhaus zur Welt. Inklusive zweier Zwillingsgeburten verzeichnete St. Martini 350 Geburten. Seit dem Tiefpunkt von 311 Geburten in 2009 ist die Geburtenzahl dort wieder kontinuierlich gestiegen.

Kontinuierlich gestiegen ist auch die Zahl der unehelichen Kinder – von 109 vor vier Jahren auf inzwischen 144. Davon erhielten 42 Kinder den Nachnamen des Vaters. Bei 82 Kindern entschieden sich die Eltern für zwei Vornamen.

Die Statistik des Standesamtes, in die Zahlen aus Geburtsstationen, Krankenhäusern und Pflegeheimen einfließen, spiegelt allerdings nicht die tatsächliche Bevölkerungsentwicklung vor Ort wider. Die Einwohnermeldeämter verzeichneten im vergangenen Jahr in Duderstadt 148 Geburten und 252 Sterbefälle, in der Samtgemeinde Gieboldehausen 100 Geburten und 164 Sterbefälle. Und zum Geburtendefizit kommen noch Wanderungsverluste hinzu. Damit setzt sich die demografische Erosion im Eichsfeld ungebremst fort.

Die meisten Eichsfelder starben im Krankenhaus oder in Pflegeheimen statt im häuslichen Umfeld. In Duderstadt starb die älteste Frau mit 101 Jahren, der älteste  Mann mit 96 Jahren.

Duderstadt beliebter Trauort

Ungebrochener Beliebtheit erfreut sich Duderstadt als Trauort. Mit 112 Eheschließungen gab es 2012 zwölf Trauungen mehr als im Vorjahr. Nur acht Paare wählten den Geburtsnamen der Frau zum Ehenamen, neun behielten ihren bisherigen Nachnamen. Rund ein Drittel der Paare, die in der Brehmestadt Ringe tauschten, kam von außerhalb. Allein zehn Ehen wurden am 12.12.12 geschlossen, dem letzten echten Schnapszahl-Datum in diesem Jahrzehnt. 23 Paare wählten die Franz-von-Assisi-Kapelle auf Gut Herbigshagen als Eheschließungsort, alle anderen das historische Rathaus. Ob Westerturm-Ensemble und Heimatmuseum nach der Umgestaltung wieder Trauorte werden, ist noch nicht abschließend geklärt. Für das Heimatmuseum gebe es keine, für den Westerturm nur vereinzelte Anfragen, teilt Lenz mit.

Die Zahl der Trauungen im Kaminzimmer des Gieboldehäuser Fachwerkschlosses stagniert. Dort wurden im vergangenen Jahr 65 Ehen geschlossen. Knapp ein Dutzend Brautpaare seien Auswäritige gewesen, teilt Samtgemeinde-Standesbeamter Reinhard Roth mit – darunter ein Musiker der Göttinger Sympohoniker, dem Kollegen ein Ständchen brachten.

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Jahresstatistik

Das Standesamt Göttingen hat seine Jahresstatistik 2012 veröffentlich. Demnach werden wieder mehr Kinder geboren und Ehen geschlossen. Zugleich stieg jedoch auch die Zahl der Sterbefälle.

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