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Linden versperren Rettungswege in Duderstadts Fußgängerzone

Gremien erarbeiten Konzept Linden versperren Rettungswege in Duderstadts Fußgängerzone

Viele Linden in der Duderstädter Marktstraße befinden sich in einem schlechten Zustand. Sie verkümmern förmlich. Doch zusätzlich gibt es noch ein Problem. Die Äste der Bäume wachsen in die Fenster der Häuser. Rettungswege für die Feuerwehr werden versperrt.
Es besteht Handlungsbedarf. Doch das Thema Bäume ist sensibel.

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Beim Rundgang durch die Marktstraße: Ortsbürgermeister Hubertus Werner (links) und Ortsratsmitglied Mario Schröter.

Quelle: Lüder

Duderstadt. „Radikale Lösungen kommen nicht in Frage“, erklärte Ortsbürgermeister Hubertus Werner (CDU) am Freitag bei einem Rundgang auf der Marktstraße. „Einfach Bäume fällen und durch neue ersetzen, ist nicht gewollt und auch nicht durchsetzbar“, ergänzte Ortsratsmitglied Mario Schröter (CDU).

Der Duderstädter hat als selbständiger Unternehmer mit dem Thema Baumpflege zu tun und gehört dem Baumausschuss der Stadt Duderstadt an. Gemeinsam mit dem Arbeitskreis Weiterentwicklung der Innenstadt unter Leitung von Frank Widera wollen der Baumausschuss und weitere Gremien ein Konzept über die Zukunft der Innenstadt-Bäume erarbeiten.

 Im Gegensatz zu Bäumen auf der Wiese, die sich voll entfalten könnten, führten Stadtbäume ein „bescheidenes Dasein“, berichtete Schröter. „15 Quadratmeter Fläche müssten eigentlich für jeden einzelnen Baum zur Verfügung stehen“ .

Doch wie auch in anderen Städten, seien die Bäume in Duderstadt früher viel zu dicht angepflanzt und dann im Laufe der Jahrzehnte durch Straßenbaumaßnahmen und Straßenverkehr verletzt, beschädigt und eingeengt worden.

„In den sechziger Jahren ist die Fahrbahn der Marktstraße asphaltiert und 1994 die Fußgängerzone ausgebaut worden“, berichtete Ortsbürgermeister Hubertus Werner (CDU). Zum Teil sei dabei den Bäumen an den Wurzeln förmlich die Grundlage weggebaggert worden, erklärte Schröter. So genannte Elefantenbeine, die die Bäume als Halt gebildet hätten, deuteten darauf hin. An vielen der rund 30 zirka 100 Jahre alten Linden auf der Marktstraße seien solche Geschwülste und Narben zu sehen.

Probleme für die Feuerwehr

Auf das Problem für die Feuerwehr hat Ortsbrandmeister Thorsten Krone in den vergangene Jahren immer weder hingewiesen. An vielen Stellen der mittleren Marktstraße kommen die Rettungskräfte wegen der Bäume mit der Drehleiter nicht mehr an die Häuser heran. Die Äste versperren die Rettungswege, wie vor einigen Jahren schon einmal bei einem Brandeinsatz in der mittleren Marktstraße geschehen. „Hier muss unverzüglich Abhilfe geschaffen werden“, sind sich die Experten ein.

Zunächst beschränkt  das Augenmerk jedoch nur auf das Rückschneiden der Äste und Entfernen von Totholz. „Die Bäume haben einen wichtigen Einfluss auf die Klimatisierung, Schattenwurf und Windbruch in der Stadt“, ist sich Ortsbürgermeister Werner mit Fachmann Schröter einig. Die Gremien der Brehmestadt seien auf der Suche nach behutsamen Lösungen, mit denen alle leben könnten.

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