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Lottmann stellt Kinderbuch vor

Grünes Band Lottmann stellt Kinderbuch vor

Für die Grundschüler direkt diesseits und jenseits der ehemaligen Grenze ist das Naturschutzprojekt Grünes Band offensichtlich noch ein weißer Wissensfleck gewesen.

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Autogrammstunde: Amke Lottmann signiert für Kinder in der Bildungsstätte des Grenzlandmuseums Karten ihres Bruders Reno.

Quelle: OT

Kein Arm schnellte hoch, als Duderstadts Bürgermeister Wolfgang Nolte (CDU) Schülern aus Teistungen und Gerblingerode gestern in der Bildungsstätte am Grenzlandmuseum auf den Zahn fühlte. Nach der Lesung von Amke Lottmann dürfte das anders sein. Während draußen das Festzelt für die Eichsfeldtage aufgebaut wurde, stellte die Göttinger Sportwissenschaftlerin ihr im Mecke-Verlag erschienenes Kinderbuch „Ella und das grüne Band“ vor – den dritten Teil einer Naturrefugien-Serie, die sie mit ihrem Bruder Reno Lottmann, Illustrator und Graphikdesigner aus Bremen, verfasst hat.

„Eine bessere Ouvertüre für die Eichsfeldtage und die Wiedereröffnung des neu gestalteten Grenzlandmuseums als diese Buchpräsentation kann es nicht geben“, betonte Nolte und wandte sich dann an die Schüler: „Als ich in eurem Alter war, war die Welt 50 Meter hinter der Lindenstraße in Gerblingerode zu Ende.“

„Oh Mann, wie doof ist das denn!“ ruft Meertinus, die Strandkrabbe, als ihr Abraham – nicht etwa ein Mauerspecht oder Wendehals, sondern ein Kolkrabe – im Buch von der ehemaligen Grenze erzählt. Das beginnt mit einer Notlandung, die Meertinus und die Siebenschläferin Ella mit Johann, dem Austerfischer, am Deutschland-Stein vor der Assisi-Kapelle hinlegen. Die (Grenz-)Zaungäste, die es nach Watt und Teutoburger Wald ins Eichsfeld verschlagen hat, finden in Abraham einen kundigen Einheimischen. Der gefiederte Messie vermittelt ihnen anhand seiner Grenz-Funde kindgerecht deutsche Geschichte und stellt ihnen die Wildsau Waltraud vor: Die alte Bache trägt ein Ersatzbein (nein, Otto Bock wird nicht erwähnt), weil sie als Frischling bei einer Minenexplosion verletzt wurde. Für die Tiere weniger gefährlich waren die Menschen mit Gewehren. „Die haben nicht auf uns Tiere geschossen, sondern auf andere Menschen, die heimlich über die Grenze fliehen wollten“, erklärt Waltraud: „Viel schlimmer war, dass wir genauso wenig wie die Menschen unsere Freunde und Verwandten jenseits der Grenze besuchen konnten.“ Und damit wird zum Grünen Band übergeleitet, auf dem die Protagonisten Meertinus, Johann und Ella ihre Reise fortsetzen .

Zu den vielen bildlichen Details des Buches gehört ein insektoides Filmteam, das wie die Mucklas bei Petersson und Findus die Haupthandlung begleitet und das an Heinz Sielmanns Aufnahmen im Schatten der Grenze erinnert. Mit seiner 1989 gesendeten Vision von einem großen Nationalpark als Denkmal für die überwundene Grenze schließt sich der Kreis und als Epilog auch „Ella und das grüne Band“. Als Nolte nach der Lesung fragt, welche Note die Schüler dem Buch geben würden, schnellen viele Arme hoch. „Eine Eins doppel plus mit Sternchen“, sagt ein Mädchen und sorgt für Erheiterung bei Gästen und Sponsoren des Projektes.
Die Neuerscheinung „Ella und das grüne Band“, ISBN 978-3-86944-019-4, kann im Buchhandel oder direkt beim Duderstädter Mecke-Verlag bezogen werden. Das Kinderbuch im DIN-A-4-Format ist auch im Grenzlandmuseum Eichsfeld erhältlich.

Von Kuno Mahnkopf

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