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Ein Stück Heimat hat geschlossen

Marktkaffee in Duderstadt Ein Stück Heimat hat geschlossen

Mit dem Marktkaffee in der Marktstraße hat ein traditionsreiches Haus in Duderstadt geschlossen. Der Pachtvertrag konnte nicht verlängert werden. Betreiberin Petra Wolf ist jetzt auf der Suche nach einem neuen Standort. „Der Partyservice läuft aber davon unbehelligt weiter“, erklärt Wolf.

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Betreiberin Petra Wolf mit ihrem Mann Manfred Wolf (rechts) und ihrem Sohn Christoph Wolf.

Quelle: rf

Duderstadt. 1847 von Eduard Früh gegründet, übernahm später dessen Schwiegersohn Wilhelm Jahn, der Großvater von Petra Wolf, das Marktkaffee. Bevor diese es neue eröffnete, stand es leer. „Die Idee entstand 2002, als wir zu einem großen Fest in der Stadt das Haus aufmachten und ein öffentliches Catering anzubieten“, sagt sie. Denn sie führte ja seit 1993 den Partyservice in der Kaplan-Müller-Straße in Tiftlingerode. Und die Räumlichkeiten im Café waren ebenfalls noch fertig ausgestattet. Das Angebot gefiel den Besuchern, sodass „aus dieser Idee heraus die Situation entstand, in ein Miet- oder Pachtverhältnis einzusteigen“, erzählt sie.

Im Lauf der Jahre habe sich eine Stammkundschaft gebildet, die das Haus regelmäßig besuchte, so die Betreiberin weiter. „Es war für einige sogar mehr als ein sozialer Treffpunkt“, berichtet sie. „Für manche war es sogar fast schon ein wenig Heimat.“ Umso trauriger seien diese Kunden, dass das Haus seit 23. Juli geschlossen sei. „Wir werden vor allem oft darauf angesprochen, dass es dann ja unsere Torten nicht mehr zu kaufen gebe“, sagt Wolf. Doch da kann sie die Leute beruhigen. Das Tortenangebot werde jetzt in das Lieferprogramm des Partyservice aufgenommen.

Gespräche laufen

„Wir wären gern hier geblieben“, sagt Wolf. 2002 habe sie einen Pachtvertrag für zehn Jahre abgeschlossen und zum Ende die Option für weitere fünf Jahre wahrgenommen. Doch das Haus sei mittlerweile verkauft. Die Chance für eine weitere Verlängerung gab es nicht. „Allerdings haben sich zwei Geschäftsleute gemeldet und uns mögliche Alternativen angeboten“, so Wolf. Gern würde sie in der Innenstadt bleiben. „Das Marktkaffee hat sich über die Jahre ja etabliert.“ Doch noch möchte sie nicht verraten, welche beiden Alternativen zur Wahl stehen. „Wir befinden uns ja noch in den Gesprächen“, sagt sie. Und dann müsse abgewartet werden, was das Veterinäramt und das Bauamt zu einem solchen Vorhaben sagen. „Wir müssen sehen, ob sich unsere Ideen und die Auflagen umsetzen lassen, bevor wir Adressen ins Spiel bringen“, sagt sie.

Petra Wolf hofft, dass ihre Kunden die Zeit überbrücken können, später aber zu ihr zurückkehren. „Viele unserer Gäste haben uns über die ganzen Jahre die Treue gehalten“, sagt sie. „Da sind wir natürlich sehr dankbar dafür.“ Nach einer Neueröffnung ist geplant, wie bereits im Partyservice, sich im Bereich Gourmet anzusiedeln, so Wolf. „Wir wollen die Leute und natürliche ihre Gaumen verwöhnen.“ Angeboten würden Backwaren und Snacks aber auch warme Gerichte. „Wir wollen unter anderem Frischfisch anbieten“, sagt sie. Insgesamt solle das Angebot schon die bürgerliche Note beibehalten, aber eben auch etwas besonderes bieten. Und bis dahin sei der Partyservice weiterhin unter Telefon 0 55 27 / 9 98 58 28 zu erreichen.

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