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„Einfach weniger einkaufen“

Marktumfrage „Einfach weniger einkaufen“

44 Prozent aller weggeworfenen Lebensmittel stammen aus Privathaushalten, hat das Braunschweiger Thünen-Institut für Ländliche Räume ermittelt. Wie viele Lebensmittel landen im Müll? Was lässt sich dagegen tun, zu viel wegzuwerfen? Was kochen die Leute, um Lebensmittel zu verwerten?

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Petra Schmidthals aus Duderstadt mit ihrem Hund

Quelle: Rüdiger Franke

Duderstadt. 44 Prozent aller weggeworfenen Lebensmittel stammen aus Privathaushalten, hat das Braunschweiger Thünen-Institut für Ländliche Räume ermittelt. Wie viele Lebensmittel landen im Müll? Was lässt sich dagegen tun, zu viel wegzuwerfen? Was kochen die Leute, um Lebensmittel zu verwerten?

„Ich kaufe nicht so viel ein“, sagt Gabi Müller. Sie besuchte mit Marianne Müller und Elisabeth Hucke den Wochenmarkt. Das Duderstädter Trio war sich einig, dass sich durch gezieltes Einkaufen das Wegwerfen reduziert werden könne. „Und so kochen, dass die eingekauften Sachen auch verwertet werden“, ergänzt Elisabeth Hucke. Allerdings würden manche Lebensmittel schnell verderben. „Wahrscheinlich haben die dann an anderer Stelle bereits lange gelegen“, vermutet sie.

Tierische Helfer

Einen tierischen Helfer hat Petra Schmidthals. „Ich verwerte Reste an meinen Hund“, erklärt die Duderstädterin. „Er kriegt zu seinem Fleisch das übrig gebliebene rohe Gemüse und Obst dazu, zum Beispiel, wenn die Kinder es übrig assen“, sagt sie und berichtet, dass sie ihren Hund nach der Barf-Methode füttern würde. Dabei werden Hunde mit natürlichem rohen Futter ernährt. Gekochtes Gemüse würde sie aber in eigenen Mahlzeiten verwerten. Auch der Hund von Janina Bierend aus Duderstadt hilft bei der Vermeidung von weggeworfenen Lebensmitteln. „Wenn etwas übrig ist, bekommt es der Hund“, sagt sie. Dieser hätte auch schon Reis, Nudeln oder Kartoffeln auf seinem Speiseplan gehabt.

Doch nicht nur Hunde stehen den Menschen bei der Resteverwertung zur Seite. „Ich schmeiße eigentlich nichts weg“, ist sich Maria Kessler aus Bischofferode sicher. „Ich gebe meine Reste an Menschen, die Tiere haben. Diese Praxis verfolgen zahlreiche der Gefragten. Hühner und Schweine sind die Tiere, die am häufigsten als Resteverwerter genannt werden. Andere wiederum kreieren aus den Resten neue Gerichte. Ein spezielles Rezept nannte niemand, denn das würde ja von Fall zu Fall in puncto vorhandener Sorten und Mengen variieren.

Christa Hartmann aus Landolfshausen

Christa Hartmann aus Landolfshausen

Quelle: Rüdiger Franke

Christa Hartmann aus Landolfshausen hingegen findet es wichtig, dass überschüssige Lebensmittel zum Beispiel an die Tafeln abgegeben werden. „Das ist eine wichtige Einrichtung“, sagt sie. Es sei schade, dass so viel weggeworfen würde. Sie achtet darauf, dass sie nicht so viel wegwirft. Deshalb kaufe sie nur soviel ein, dass es auch gegessen werden könne.

Den gezielten Einkauf empfiehlt auch Gärtner Dominik Hesse. „Frisch ernten und frisch verbrauchen lautet das Motto“, sagt er. Obst könne der Verbraucher zwei bis drei Tage in die Obstschale legen. Ansonsten biete sich bei Gemüse auch der Kühlschrank an. Manche Häusern hätten auch noch geeignete Kellerräume. Den optimalen Tipp zur Lagerung von Brot gebe es nicht, sagt Bäcker Jens Köhler. Wichtig sei, dass es kühl und trocken gelagert werde. „Viele legen Brot in die Küche“, sagt er. Dort gebe es warme Temperaturen und auch zum Teil hohe Luftfeuchtigkeit. Da würden auch spezielle Brotkisten nicht helfen. „Früher hat jeder dafür eine Speisekammer gehabt“, erinnert er.

Dominik Hesse aus Ecklingerode

Dominik Hesse aus Ecklingerode

Quelle: Rüdiger Franke

Von Rüdiger Franke

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