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Schenke kritisiert Kofferdemo

„Schändung der Erinnerung an den Widerstand" Schenke kritisiert Kofferdemo

Als „Schändung der Erinnerung an den Widerstand gegen das SED-Regime“ hat der Duderstädter SPD-Politiker Matthias Schenke die „Kofferdemo nach Niedersachsen“ bezeichnet, welche die CDU in Worbis inszeniert habe. Irritierend sei auch die Teilnahme des Duderstädter Bürgermeisters Wolfgang Nolte (CDU).

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Duderstadt. Nach Schenkes Angaben sei es mehr als nur eine politische Taktlosigkeit, „den Widerstand gegen das auch von den ehemaligen Blockparteien stabilisierte Unrechtsregime zu instrumentalisieren, um eine Gebietsreform zu verhindern“. Auch in der Sache selbst sei die demonstrative Empörung gegen eine bloße Gebietsreform nicht nachzuvollziehen. „Wessen landsmannschaftliche Identität von der Zugehörigkeit zu einer Gebietskörperschaft hängen soll, dem wäre in der Tat nicht zu helfen“, erklärt Schenke. In Niedersachsen sei es eine CDU-Landesregierung gewesen, die den Weg für die Fusionen von Landkreisen ebnete, in Thüringen eine von SPD und Linkspartei getragene. „Beide Entscheidungen beruhen auf nachvollziehbaren finanziellen Überlegungen“, so Schenke weiter, „so wie auch 1973 war, als es um die Landkreise Göttingen, Duderstadt und Hann Münden ging.“

Schenke monierte auch Noltes Teilnahme und Unterstützung: „ Dieses Engagement hätten wir uns auch gewünscht, als es um den Widerstand gegen die rechtsradikalen Demonstrationen im vergangenen Jahr in Duderstadt ging.“ Es sei eine riesengroße Enttäuschung, den Bürgermeister nun engagiert im Protest gegen Reformprojekte einer benachbarten Landesregierung zu sehen, ihn im vergangenen Jahr aber vergeblich um Unterstützung gegen Rechtsradikalismus gebeten zu haben.

Nolte erklärte, er habe auf Einladung des Leinefelde-Worbiser Bürgermeister Marko Grosa (CDU) teilgenommen. „Es war ein normaler Vorgang, der zum Aufgabenbereich eines Bürgermeisters gehört“, so Nolte, „unter Wahrung aller gebotenen Neutralität.“ Es sei um Grundfragen der Verwaltungs- und Gebietsreform sowie um Grundfragen der gemeinsamen Heimatregion Eichsfeld. „Vor dem Hintergrund der jahrhundertelangen gemeinsamen Identität habe ich erklärt, dass ich als Eichsfelder komme, der zu Eichsfeldern spricht“, so Nolte. Auch habe er erklärt, aus den eigenen Erfahrungen einer Gebietsreform bei Fragen auf kommunaler Ebene mit Rat und Tat zur Seite zu stehen. „Der Landkreis Eichsfeld ist strukturstark und gut aufgestellt“, sagt Nolte. „Ein Landkreis, dem ich wünsche, dass er bestehen bleibt.“

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