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„Mehrheit für Fußgängerzonen-Erhalt“

Innenstadt „Mehrheit für Fußgängerzonen-Erhalt“

Die Duderstädter sind mit der derzeitigen Innenstadt-Situation mehrheitlich zufrieden und gegen mehr Verkehr in der Fußgängerzone, vermissen aber einen Lebensmittelmarkt und wünschen punktuelle Veränderungen.

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Im Redaktionsgespräch: Rössing-Schmalbach, Schaper, Werner, Dinges sowie Tageblatt-Redakteur Andreas Mahnkopf und SPD-Fraktionschef Frederik Roth (von links).

Quelle: Straubel

Dieses Fazit ziehen die Ortsratsmitglieder, die jetzt die Bürgerbefragung des Gremiums zur Belebung der Innenstadt ausgewertet haben.

In puncto Fußgängerzone ergibt sich auf den ersten Blick eine Patt-Situation: Eine Öffnung fordern 241 Befragte, ausdrücklich dagegen sprechen sich 238 aus. Das täusche jedoch, betonen Thomas Rössing-Schmalbach (CDU) und Lothar Dinges (WDB) in Übereinstimmung mit den Ortsratsvertretern von SPD, FDP und Grünen. Da die Verkehrsfrage nicht dezidiert gestellt wurde, gehen sie angesichts der aktuellen Diskussion davon aus, in den verbleibenden 332 Antworten, in denen nicht ausdrücklich eine Öffnung gefordert wird, eine Tendenz für den Erhalt der Fußgängerzone zu sehen. „Eine deutliche Mehrheit ist zufrieden und für den Erhalt der Fußgängerzone“, sagt Dinges.

Trotz vorhersehbarer Kritik an diesem Rückschluss soll das Meinungsbild in einen Ortsratbeschluss münden – verbunden mit dem Appell, dass die Verwaltung das von der Mehrheit der Bürger getragene Votum als Alternative in ihren Beschlussvorschlag einarbeitet und der Stadtrat es respektiert. Er hätte auch eine Mehrheit für eine Öffnung der Fußgängerzone akzeptiert, merkt Dinges an.

Ebenso wie der Verkehr bewegt die Bürger der bislang nicht erfolgte Ersatz für den Plus-Markt. Das auf 289 Fragebögen – darunter auch einige aus den Duderstädter Dörfern – beklagte Fehlen eines Lebensmittelmarktes sei ein Top-Thema, sagt Rössing-Schmalbach.Teilweise habe es dramatische Anmerkungen von Innenstadtbewohnern gegeben, die Umfrage sei überfällig gewesen. Positiv überrascht waren die Ortsratsvertreter über den hohen Rücklauf von 883 ausgefüllten Fragebögen. 

5000 Fragebögen verschickt

Leicht hat es sich der Ortsrat mit der parteiübergreifend getragenen Meinungserhebung und ihrer Auswertung nicht gemacht. Um ein ungetrübtes Ergebnis zu bekommen, gab es keine vorgegebenen Antwortmöglichkeiten. 5000 Fragebögen wurden als Postwurfsendung an die Kernstadt-Haushalte verteilt, anders eingefärbte Bögen lagen an öffentlichen Orten aus. Auf eine elektronische Abstimmung wurde verzichtet, um Manipulationen auszuschließen. Namen und Anschriften wurden vor der anonymisierten Auswertung abgetrennt, die Fragebögen in  Arbeitsgruppen nach Kernaussagen sortiert und bewertet. „Zahlreiche Bürger haben sich viel Mühe gegeben, ihre Vorstellungen zu verdeutlichen, die Antworten waren überwiegend sachlich und konstruktiv“, sagt Rössing-Schmalbach. Die Anregungen hätten gezeigt, dass die Attraktivität der Fußgängerzone gesteigert werden müsse – von Verweilzonen bis zu Spielgeräten, von der Außengastronomie bis zum touristischen Entwicklungspotenzial.

 

Positives Stimmungsbild

„Die Stimmung und das Bild der Innenstadt sind besser als es sich teilweise nach außen darstellt“, freut sich Ortsbürgermeister Hubertus Werner (CDU). „Wo Fußgängerzonen von Handel und Bevölkerung positiv aufgenommen werden, gibt es auch entsprechende Umsätze“, meint er und gibt zu bedenken, dass die Hälfte der dort möglichen Parkplätze wegen Bau- und Lieferverkehr ohnehin nicht nutzbar seien. Und Maria Schaper (CDU), die für eine Teilöffnung war, räumt ein, dass das Umfrageergebnis sie umgestimmt habe: „Statt zu nörgeln, sollten wir über Verbesserungen unter Beibehalt des status quo nachdenken.“ 

Von Kuno Mahnkopf

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