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Michael Hasse: „Stillstand darf es nicht geben“

Bürgerbefragung Michael Hasse: „Stillstand darf es nicht geben“

Bei der ersten Bürgerbefragung der Stadtgeschichte haben sich 1495 Duderstädter (67 Prozent) für die Beibehaltung der Fußgängerzone in ihrer jetzigen Form ausgesprochen, 727 (33 Prozent) für eine Teilöffnung. Das Ergebnis ist gestern im Duderstädter Verwaltungsausschuss bestätigt worden und wird die politischen Gremien der Stadt gleich in dieser Woche weiter beschäftigen.

Am Mittwoch, 26. November, um 16 Uhr tagt der Ortsrat im Sitzungssaal des Stadthauses, einen Tag später um 16.30 Uhr der Bauausschuss. Am Freitag folgt dann die nächste Sitzung des Verwaltungsausschusses.

Bürgermeister Wolfgang Nolte (CDU) warnt vor voreiligen Schlüssen. „Wir müssen im Miteinander von Orts- und Stadtrat, Handel und Bürgern über punktuelle Verbesserungen in der Innenstadt nachdenken“, sagt Nolte: „Es geht nicht darum, wer recht hat, sondern um die Zukunft der Stadt.“

Um die geht es auch Michael Hasse von der Händler-Initiative Pro Duderstadt, der sowohl vom Ergebnis als auch der geringen Wahlbeteiligung enttäuscht ist. Der Apotheker und stellvertretende CDU-Ortsverbandsvorsitzende hatte allerdings damit gerechnet, dass sich die Gegner einer Öffnung der Fußgängerzone eher mobilisieren ließen. Die Geschäftsleute erwarteten jetzt, dass neben eigenen Bemühungen die Politik aktiv werde, um für eine höhere Innenstadt-Frequenz zu sorgen. „Ich hoffe, dass man sich zumindest dazu durchringen kann, wieder Busverkehr zuzulassen“, sagt Hasse und setzt seine Hoffnung neben dem politischen Entscheidungsprozess auf den Masterplan 2020: „Bis dahin darf es allerdings keinen Stillstand geben.“

„Wir haben die Befragung durchgeführt, um die Bürger direkt an politischen Überlegungen teilhaben zu lassen und damit auch Wünsche der anderen Parteien erfüllt“, sagt Hans-Helmut Herbold als Vorsitzender der CDU-Stadtratsfraktion. Die hatte den bei nur einer Gegenstimme beschlossenen Antrag eingebracht. „Die Zwei-Drittel-Mehrheit für den Status quo ist ein deutliches Votum, das wir hinnehmen müssen, ohne auf neue Vorschläge zur Weiterentwicklung der Innenstadt zu verzichten“, sagte Herbold vor der gestrigen Fraktionssitzung: „Ich hoffe, dass alle, die für die Fußgängerzone gestimmt haben, auch in unserer schönen Innenstadt einkaufen gehen.“

440 Duderstädter haben bereits vor der Abstimmung am Sonntag ihr Votum im Bürgerbüro des Stadthauses abgegeben, davon 340 aus der Kernstadt. Allein am Sonnabend machten noch einmal 144 Bürger von dieser Möglichkeit Gebrauch. Eine statistische Trennung nach Kernstadt und Ortsteilen ist nur teilweise möglich, da sechs Ortsteile mit weniger als 50 abgegebenen Stimmen gemeinsam mit den Bürgerbüro-Stimmen ausgezählt wurden. Dazu gehört nicht – wie irrtümlich berichtet – Nesselröden, sondern Hilkerode. In Nesselröden stimmten 97 Bürger gegen die Öffnung der Fußgängerzone, 32 Bürger dafür.

Von Kuno Mahnkopf

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