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Michael Jackson als Mensch entdeckt

Kino-Vorstellung für Förderschüler Michael Jackson als Mensch entdeckt

Michael Joseph Jackson, bekannt als King of Pop, ist gleichsam gefeierter Superstar und belächelter Exot, aber einer der größten Superstars, den die Musikgeschichte bis heute hervorgebracht hat. Der Film „This is it“, in dem Szenen aus den Vorbereitungen Jacksons und seiner Crew auf seine Abschiedstour gezeigt werden, soll dem Zuschauer ein anderes Bild des Popkönigs vermitteln.

Im Kino in der Feilenfabrik hatte die Pestalozzischule eine Vorstellung für ihre Schüler organisiert, um genau das zu zeigen: „In dem Film lernt man den Menschen hinter dem Superstar kennen“, erklärt Lehrer Lothar Dinges. Nach dem Film scheinen die Schüler wirklich eine andere Seite des Superstars entdeckt zu haben. „Man hat gesehen wie sehr er sich wirklich für die Welt eingesetzt und Kindern geholfen hat“, sind sich Zyle Sulejmani (15) und Blenad Krasniqi (16) einig. Blenad sieht aber die Reaktion der Medien auf den Superstar gerade nachdem er den Film gesehen hat, kritisch: „Die haben so schlecht über ihn geredet, dabei hat er sich wirklich für gute Sachen eingesetzt.“ Blenad mag Jacksons Stimme und seinen Tanzstil. Vor allem aber der legendäre Moonwalk hat ihn beeindruckt. Angelika Burchard (15) bewundert Jacksons Fähigkeit, sich in kürzester Zeit Texte und Choreographien zu merken. Beide sind große Fans des Popstars.

Den Schülern zu zeigen wie viel Arbeit in Tanz, Choreographie und in der ganzen Show steckt, war ein weiteres Anliegen von Dinges. „Wie so eine Show entsteht wollte ich den Schülern anhand des qualitativ hochwertigen Musikfilms vermitteln“, betont Dinges. Das Gesehene werden die Pestalozzi-Lehrer mit den Schülern in den unterschiedlichsten Fächern nachbereiten. „Den Film kann man in Sozialkunde, Geographie und in Arbeit Wirtschaft und Technik auswerten“, erläutert Dinges. Aber auch der kulturelle Aspekt ist dem Lehrer wichtig. „Ich wollte den Schülern ein Stück Kultur in Duderstadt zeigen, in diesem wunderschönen Kino“, und Kinokultur sei besser als permanenter Videokonsum.

Poster an Zimmerwänden

„Mein Eindruck von Michael Jackson hat sich durch den Film auf jeden Fall verändert“, betont die 16-jährige Franziska Schürmann. Und sie scheint nicht die einzige zu sein. Am Ende des Films wird applaudiert, mitgeklatscht und im Takt gewippt. Durch den Film scheinen die Schüler eine weitere Seite des Menschen Michael Jackson erkannt zu haben. „Ich habe viele Poster von Michael Jackson in meinem Zimmer hängen, jetzt haben sie für mich eine neue Bedeutung bekommen“, erklärt Angelika Burchard.

Von Tonie Lenz

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