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Millionenprojekt für Mittelalter-Erlebnis

Pläne für Rathaus und Westerturm Millionenprojekt für Mittelalter-Erlebnis

Fünf Millionen Euro will die Stadt Duderstadt in den Ausbau des Rathauses und in die Umgestaltung des Westerturmensembles investieren. Ziel ist, die Gebäudekomplexe in einem touristischen Projekt zusammenzufassen und kulturhistorisch aufzuwerten.

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„Chance ergreifen“: Westerturm (u. l.) und Rathaus (o. M.) sollen „Erlebnisstationen einer mittelalterlichen Stadt“ werden.

Quelle: Mischke

„Duderstadt – Erlebnisstationen einer mittelalterlichen Stadt“ heißt das Projekt. Inhaltlich beruht es auf der Bündelung verschiedener Ideen, die mittelalterliche Prägung der Kernstadt sichtbar zu machen. Ausgangspunkt sind die unter dem Arbeitstitel „Schützenmuseum“ bekannt gewordenen Pläne Hans Georg Näders. In Zusammenarbeit mit der Duderstädter Schützengesellschaft hat der Otto-Bock-Chef detaillierte Pläne ausarbeiten lassen, die mittelalterlichen Wehranlagen der Stadt und die Rolle der Schützen an authentischem Ort in Szene zu setzen.

Zweite Station des Projekts soll das komplett erschlossene Rathaus werden. Vom Gewölbekeller, über steinerne Wendeltreppen und die Säle bis hin zum Rathausturm soll das historische Gebäude in allen seinen Facetten die Stadtgeschichte anschaulich präsentieren.

Attraktionen liegen brach

„Diese herausragenden Attraktionen von höchstem touristischem Wert liegen brach“, heißt es in einem Förderantrag für das Projekt, der dem Tageblatt vorliegt. Und weiter: „Das Ziel des Projekts ist die kulturtouristische Entwicklung und Attraktivitätssteigerung der genannten Elemente der Stadt zum national wahrgenommenen Parcours-Ereignis.“

Finanziert werden soll es zur Hälfte mit Zuschüssen aus öffentlichen Kassen, mit knapp 2,5 Millionen Euro von Land, Bund und Europäischer Union. 250 000 Euro will laut Votum des Wirtschaftsausschusses der Landkreis bewilligen (Tageblatt berichtete). Die Entscheidung darüber fällt heute im Plenum des Kreistages.

Ein gutes Drittel der Gesamtkosten ist im Förderantrag unter „sonstige private Finanzierungshilfen“ gelistet. Dahinter dürfte sich das finanzielle Engagement Näders verstecken, rund zwei Millionen Euro. Über weitere Beiträge von dritter Seite wird nach Tageblatt-Informationen verhandelt. Die Stadt selbst will über Kredite 250 000 Euro für das Projekt mobilisieren.

Chance ergreifen

„Es galt, eine Chance zu ergreifen“, erläutert Duderstadts Bürgermeister Wolfgang Nolte (CDU) auf Tageblatt-Anfrage. Näders Initiative für das Schützenmuseum sei in „sachlich-freundschaftlichen Gesprächen“ weiter entwickelt worden. Der Förderantrag sei Ausdruck dieser Pläne. Das Projekt „Erlebnisstationen mittelalterliche Stadt“ sei wiederum Teil eines touristischen Gesamtkonzepts für Stadt und Region. Der Bürgermeister nennt Heinz-Sielmann-Stiftung, Grenzlandmuseum Eichsfeld, aber auch Rhumequelle, Seeburger See und Ebergötzen mit Brotmuseum und Wilhelm-Busch-Mühle. „Eine solche Konstellation ist sensationell“, das müsse verzahnt werden.

Mit Blick auf Duderstadt zeigt er weitere Beziehungslinien auf. Tourismusförderung sei ein Eckstein für die Zukunft, neben Gewerbegebiet Breiter Anger, Entwicklung Otto Bocks sowie Sicherung des Bundespolizeistandorts. „Nie waren wir so dicht dran wie jetzt“, sagt Nolte beinahe euphorisch. Er setzt hinzu: „Aber wir bleiben auf dem Teppich.“ Es sei Ziel, das Mittelalter-Projekt in 2010/2011, „wenn es die Dinge erfordern auch 2012 oder knapp darüber hinaus“ zu verwirklichen.

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Von Ulrich Lottmann

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