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Mit Babysimulatoren vier Tage Mütter auf Probe

„Elternschaft lernen“ Mit Babysimulatoren vier Tage Mütter auf Probe

Wie es sich anfühlt, Mutter eines Kindes zu sein, haben Schülerinnen der Christian-Morgenstern-Schule in Gieboldehausen erfahren. Vier Tage lang mussten sie Babysimulatoren füttern, wickeln und versorgen. 

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Mütter auf Zeit: Ronja (l.) und Jana mit Babysimulatoren.

Quelle: EF

Brei kochen, Windeln wechseln, das Baby streicheln, beruhigen, aufmerksam sein – und das alles rund um die Uhr, 24 Stunden am Tag. Dass Eltern einen anstrengenden Job haben, konnten sieben Schülerinnen aus Gieboldehausen am eigenen Leib erfahren. Sie haben an dem Projekt „Elternschaft lernen“ teilgenommen, das von der Göttinger Beratungsstelle pro familia angeboten wird. „Es geht um Prävention und nicht um Abschreckung“, erklärt Sozialpädagogin Iris Laskowski. Sie hat die Acht- und Neuntklässlerinnen gemeinsam mit Gabriele Müller, Schulsozialarbeiterin an der Christian-Morgenstern-Schule, bei ihrer Elternschaft auf Probe unterstützt. 

„Es ist eine enorm wichtige Erfahrung für junge Menschen, ihre eigenen Grenzen einschätzen zu lernen und Perspektiven zu entwickeln“, sind sich die Sozialpädagoginnen einig. Gewaltbereitschaft und Vernachlässigung in Familien seien ein wachsendes Problem. Daher gebe es neben der Babypflege weitere Projekt-Schwerpunkte. Die Schülerinnen lernen Familienkonflikte gewaltfrei zu lösen, welche Verhütungsmethoden es gibt, was zu einer verantwortungsvollen Erziehung und Partnerschaft gehört. Auch über Hilfsangebote wurden sie aufgeklärt. Hebammenpraxis, Schwangerschaftskonfliktberatung und Geburtshilfe-Station im Duderstädter Krankenhaus wurden besucht.

Computerchip im Bauch

Größte Herausforderung für die Schülerinnen waren jedoch die Babypuppen. Sie simulieren das Verhalten echter Babys mit lebensnahen Geräuschen. Ein Computerchip im Puppenbauch zeichnet auf, wie intensiv sich die Mütter auf Zeit kümmern. 

„Nachts ist es sehr anstrengend. Am nächsten Tag ist man ziemlich müde“, berichtet Jana. Sie ist einer Meinung mit Angelina, Sarah, Sandra, Mandy, Gina und Ronja, wann sie selbst Mütter werden wollen – mit Mitte Zwanzig, nach Ausbildung und ersten Berufserfahrungen.

Von Björn Dinges

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