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Mit der Krimi-Radio-Nacht auf Spurensuche

"Verdacht nach 8" Mit der Krimi-Radio-Nacht auf Spurensuche

„Verdacht nach 8“ war der Titel der Radio-Nacht der ARD, die am Freitag unter dem Motto „Krimi“ bundesweit stattgefunden hat. Mehr als 2000 Schulen hatten sich dazu angemeldet, allein 370 aus Niedersachsen. Die Grundschule in Rhumspringe nahm mit zwei dritten Klassen teil.

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Die Lösung geht ans Radio: Nele Freckmann gibt die Antwort des Ermittler-Teams weiter.

Quelle: Walliser

„Bis ein Uhr geht das heute“, freute sich Lena. Bekannte Menschen waren an der Aktion beteiligt, der niederländische Künstler Herman van Veen las erstmals aus seinem extra für die Radionacht verfassten Krimi „Der Wind“, der Sportkrimi „Falscher Ehrgeiz“ von Andreas Schlüter wurde vorgestellt, und Tatort-Kommissar Boris Aljinovic las aus Krimi-Klassikern.

Tipps vom echten Polizisten

Am Morgen vor der Kriminacht war der Duderstädter Kommissar Hermann-Josef Böning in der Rhumspringer Grundschule zu Gast, um den jungen Spürnasen zu zeigen, was die Polizei tut, wenn ein Verbrechen geschehen ist. Für die Kinder sei es wichtig zu erkennen, dass die Polizei sowohl Schuld als auch Unschuld beweisen kann, erklärte Schulleiter Willi Ballhausen, der mit seiner Kollegin Heidi Müntz die Schulaktion organisiert und begleitet hat. Der Polizist erläuterte, wie man die so genannten Hautleisten, die individuellen Muster auf den Fingerkuppen, als Spuren hinterlässt, findet, aufnimmt und auswertet. „Alle Indizien werden notiert“, erklärte Böning, und kramte ein kleines „Merkbuch“ aus seiner Brusttasche. Er empfahl den Kindern, auch bei ihren Recherchen während der Krimi-Nacht Notizen zu machen, um kein Indiz zu vergessen. „Spuren lügen nicht“, sagte Böning.

Nachdem um 20 Uhr die Kriminacht begonnen hatte, waren die Kinder hoch konzentriert bei der Sache. Hinweise gab es im Radio. Erstes Stirnrunzeln: „Was hat ein wildes Tier mit einem alten Gemäuer zu tun?“, fragte man sich. In Team-Arbeit an der Landkarte fand man schnell die Lösung: „Wolfsburg!“, riefen die Nachwuchs-Kommissare aufgeregt und rannten zum nächsten Telefon, denn damit war die Chance groß, live im Radio gehört zu werden. Von Müdigkeit keine Spur, und wenn doch, dann kannten die Detektive das Geheimrezept: „Ein bisschen kaltes Wasser ins Gesicht, dann geht‘s wieder“, hatte Isabell Buder entdeckt.

Bei der Radionacht sei nicht das außerhäusige Schlafen ein Problem für die Kinder, „das kennen sie schon von einer zweitägigen Fahrt, die wir gemeinsam gemacht haben“, erklärte Ballhausen, vielmehr sei das lange Zuhören die größte Herausforderung. Beim Radio sei kein Zurückblättern möglich, was ständige Konzentration erfordere. Die Schüler sollten kombinieren und entschlüsseln lernen, so Ballhausen.

Nach der aufregenden Nacht bereiteten die Eltern den Detektiven ein üppiges Frühstück in der Schule.

Von Tonie Lenz und Claudia Nachtwey

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