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Möpse bringen Gedächtnis in Schwung

Tierische Stimulation Möpse bringen Gedächtnis in Schwung

Zweimal pro Woche bekommen die Bewohner des Duderstädter Altenheims Am Park in der Löwengasse 2 Besuch von zwei- und vierbeinigen Mitgliedern der Mopsfreunde Duderstadt und genießen diese Stunden buchstäblich mit allen Sinnen.

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Schmusen mit Mopsdame Pauline: Besitzerin Gabi Müller (l.) mit Wanda Paschke, die den tierischen Kontakt sichtlich genießt.

Quelle: Thiele

„Oh, das kitzelt“, freut sich Hannelore Schlenczek, als ihr Mopsdame Pauline zärtlich über die Hand schleckt. Augen leuchten, Hände versuchen, zu greifen, und leises Kichern aus den im Kreis stehenden Rollstühlen über die Grimassen des interessiert umherschnüffelnden Mopses Paul erfüllt den Beschäftigungsraum.

„Alte und demente Menschen in Kontakt mit Tieren zu bringen, ist seit längerem Bestandteil der Betreuungskonzepte vieler Altenpflegeheime“, berichtet Robert Osburg, der das Haus Am Park leitet. Die Bewohner der Eichsfelder Einrichtungen stammten überwiegend aus dem ländlichen Raum, hätten ihr Leben lang engen Kontakt zu Haus- oder Hoftieren gehabt. „Einige Einrichtungen haben sogar einen Heimhund“, so Osburg, der diese Lösung allerdings für weniger sinnvoll hält – weder für Tier, noch für Mensch. „Für den Hund ist die ununterbrochene Zuwendung durch die Senioren ein zu harter Job, für die Menschen ist die ständige Anwesenheit des Hundes bald selbstverständlich und bietet keine Anregung oder Abwechslung mehr“.

Deshalb, so Osburg, habe sich das Haus Am Park vor einigen Wochen sofort entschlossen, eine Alternative zu bieten und das Besuchs-Angebot der Duderstädter Mopsfreunde anzunehmen – zumal Möpse durch ihren freundlichen Charakter und ihre handliche Größe ideale „Spielgefährten“ für die alten Menschen seien. „Wir sind immer offen für Ideen von außen“, betont der Heimleiter.

„In vielen Therapien werden Tiere eingesetzt. Der positive Einfluss ist unstrittig. Auf einige wirkt der Kontakt anregend, auf andere beruhigend. Das merken wir auch während und nach den Mops-Besuchen. Bei unseren Bewohnern werden Erinnerungen wach an die eigene Kindheit oder das Leben auf dem Land, über die sie dann auch gern sprechen“, freut sich Beschäftigungstherapeutin Yvonne Röschke, die in der Löwengasse für das tägliche „Gehirnjogging“ sorgt. So ist das Spielen, Schmusen oder Füttern von Paul und Pauline, die an diesem Besuchstag von Dackel-Kumpel Karlchen begleitet werden, für die Senioren in jeder Beziehung ein Highlight.

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