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Nachwuchs-Gendarme auf Duderstädter Revier

Ferienprogramm der Bildungsstätte St. Martin Nachwuchs-Gendarme auf Duderstädter Revier

Dürfen alle Erwachsenen eine Pistole haben? Darf man in der Zelle rauchen? Wie lange bleibt man eingesperrt? Diese und ähnliche Fragen durften die 42 Kinder, die mit der Bildungsstätte St. Martin eine Woche lang im Rahmen einer Kinderfreizeit mit dem Titel „Ganoven und Detektive“ unterwegs waren, am Montag, 2. August, den Polizeibeamten des Duderstädter Kommissariats stellen.

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Kontaktbeamter Karl-Robert Müller zeigt seinen jungen Gästen eine „Komfortzelle“.

Quelle: Tietzek

„Viele Leute, die eine Pistole mit sich herumtragen, besitzen diese illegal“, erklärt Kontaktbereichsbeamter (Kob)Karl-Robert Müller den Kindern. Auch auf die Frage, ob man zu zweit in eine Zelle dürfe, hat Müller sofort eine Antwort: „Wenn du mit deiner Freundin einen Raubüberfall gemacht hast, dann wirst du trotzdem alleine untergebracht. Wenn alle Zellen belegt sind, wirst du einfach ins Göttinger Kommissariat verlegt.“

Betreuerin Sabine Heerwart befindet sich mit den Kleinen schon seit Mittwoch auf Verbrecherjagd. Beweise finden, Spuren mit der Lupe suchen und der Erwerb eines Detektiv-Scheines standen für die Nachwuchs-Gendarme auf dem Programm. „Jetzt wollten wir einfach mal sehen, wie die richtigen Detektive arbeiten“, erzählt Heerwart. Auf dem Revier durften die Mini-Wachtmeister schon einmal in die Ausrüstung ihrer großen Kollegen schlüpfen und das Rüstzeug für die Fahndung nach echten Banditen begutachten. Die Acht- bis Zwölfjährigen konnten einen Polizeiwagen von außen und innen inspizieren und sich Fingerabdrücke abnehmen lassen. Hermann-Josef Böning von der örtlichen Spurensicherung holte dafür jede Menge Gegenstände aus seinem Einsatzkoffer. So lernten die Kinder, dass jeder Straftatverdächtige erkennungsdienstlich behandelt wird und fortan bei der Polizei aktenkundig ist. Mittels Kohlenstaub zeigte Böning, wie scheinbar unsichtbare Spuren sichtbar und als Abdruck sogar transportabel gemacht werden können.

Für Aktionsteilnehmerin Charlotte Diederich war dies der mit Abstand der spannendste Teil des Vormittags. „Die Spurensicherung war am coolsten“, ist sie sich sicher. Ob sie jetzt Polizistin werden möchte? „Vielleicht.“ Karl-Robert Müller ist begeistert vom Wissensdurst der Rangen. „Ich bin schon den ganzen Morgen nur noch mit reden und erklären beschäftigt“, schmunzelt Kob Müller.

ak

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