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Nachwuchsköche treten an

Heißes Herd-Duell Nachwuchsköche treten an

Für Lehrer ist der Zutritt verboten! Was klingt wie ein Pennäler-Witz, ist Auflage des Kochduells, bei dem zwei Schüler-Teams um die Qualifizierung zur Regionalmeisterschaft gegeneinander antreten. Am Ende der bundesweiten Aktion winkt der „Erdgaspokal der Schülerköche“.

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Heiße Phase in der Küche: Die Schüler-Teams aus Duderstadt und Gieboldehausen im kulinarischen Wettstreit.

Quelle: Mischke

Die Initiative ist aus der Zusammenarbeit der deutschen Erdgasanbieter – hier Harz Energie – und dem Verband der Köche Deutschlands entstanden (Tageblatt berichtete).

In der Küche der Duderstädter Pestalozzi-Schule trifft das schulinterne Team auf die Konkurrenten der Christian-Morgenstern-Schule aus Gieboldehausen. Alle Beteiligten stehen nicht zum ersten Mal am Herd. Die Pestalozzi-Schüler haben mit ihrem Lehrer Lothar Dinges bereits Erfahrungen im Catering für Veranstaltungen in der Region gesammelt, die Gieboldehäuser haben im Hauswirtschaftsunterricht bei ihrer Lehrerin Karin Siebert einiges ausprobiert und gelernt. Doch den Wettstreit müssen die Schüler ohne die Hilfe ihrer Fachlehrer meistern – die warten geduldig auf dem Flur.

Kochen und Eindecken

In der Küche dampft und zischt es, hier summt der Mixer, dort klappert Geschirr. Zur Aufgabe gehört nicht nur ein Drei-Gänge-Menü für vier Personen, sondern auch ein einladend gedeckter Tisch, der von der Gestaltung zu den dargebotenen Speisen passen sollte. Jeder Handgriff wird von Profi-Koch Theo Kaib, Juror des Wettbewerbs, beobachtet und kann für die Gesamtbewertung entscheidend sein.
Zurückhaltend schaut der Fachmann den Schülern über die Schulter, nickt anerkennend, stellt mal eine Frage, doch seinen geschulten Argusaugen entgeht nicht das kleinste Detail. „Es geht nicht nur um das Endprodukt. Auch Sauberkeit und Hygiene, energiesparende Zubereitung, der Umgang mit den Rohstoffen und die Kalkulation wird mit bewertet“, erklärt Kaib. Ratschläge gibt er nur, wenn es gefährlich werden könnte.

Blenad Krasniqi legt großen Wert auf Sauberkeit und streift sich Einweghandschuhe über. Doch Kaib erklärt dem einzigen Jungen in den Eichsfelder Mannschaften, dass Gummihandschuhe am Gasherd schmelzen oder Feuer fangen könnten. Sofort legt Blenad die Handschuhe ab und rührt weiter in der Soße, die an die Hackbällchen gegeben wird. Auch Kaibs Bemerkung, dass man sich in der Küche viel öfter die Hände wasche, wenn man keine Handschuhe benutzt, leuchtet ein.
Zyle Sulejmani hat bei den Vorbereitungen nicht mit geübt. Sie ist erst an
diesem Morgen für einen kranken Mitschüler eingesprungen. Nervös wirkt sie trotzdem nicht: „Ich koche auch zu Hause viel“, lächelt sie und drückt Forellencreme-Rosetten auf die Cracker. Franziska Schürmann zerkleinert mit geübten Griffen die frische Ananas, während Turkejana Rama ihr Gespür für Harmonie an der Tischgestaltung beweist. Bei der Arbeit wird auch mal zum Nachbar-Team geschaut, denn immerhin sind Fisch, Hackfleisch und Quark-Dessert für alle vorgegeben.

Während die Duderstädter ihren Schwerpunkt auf regionale Produkte gelegt haben, wählten die Gieboldehäuser eine asiatische Note für ihr Menü: Wiebke Ledel holt die Förmchen aus Weißbrot aus dem Ofen, um sie mit Thunfisch-Curry-Paste zu füllen, während Mayra Keidel den Duft von Curry weiter gibt an die Soße für die Chili-Hackbällchen mit Mango. Die Tropenfrucht taucht auch in der Nachspeise auf, von Regina Koch liebevoll als Sonne auf der Creme dekoriert. Teamkollegin Vanessa Müller rückt die goldenen Elefanten auf der Menü-Karte zurecht, die dem Tisch das asiatische Flair verpassen.

Zukunftsfähig

Schnell ist die vorgegebene Zeit von zwei Stunden um. Die Jury – bestehend aus Kaib und Antje Ohlendorf, Vertreterin der Harz-Energie – hat es nicht leicht. „Von der Produktqualität sind die Menüs fast identisch“, fasst der Profi das Ergebnis zusammen. Er lobt das Engagement beider Teams. „Mit solchen Jugendlichen brauchen wir uns keine Angst um die Zukunft zu machen“, so sein Fazit. Auch das Arrangement der Tische sei bei beiden sehr harmonisch ausgefallen. Punkteabzug gibt es bei den Gieboldehäusern lediglich für die nicht ganz eindeutigen Absprachen untereinander und für die etwas zurückhaltende verbale Präsentation.

So jubeln die Duderstädter Schüler über ihre Qualifizierung für das nächste Duell, das gegen den Sieger der beiden teilnehmenden Göttinger Schulen stattfinden wird. „Wir machen weiter, das schaffen wir schon!“ sieht Franziska Schürmann unerschrocken in die Zukunft. Das Bundesfinale ist vor großem Publikum auf der Erfurter Messe im Mai nächsten Jahres geplant.

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Claudia Nachtwey

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