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Nähe zum Grünen Band „äußerst bedenklich“

Umstrittener Golfplatz Nähe zum Grünen Band „äußerst bedenklich“

Obereichsfelder treffen auf Untereichsfelder, Jäger auf Naturschützer, Parteipolitiker auf Bürger: Rund 50 Menschen treffen sich am Grenzlandmuseum zu einer Führung über den Lindenberg. Prominentester Teilnehmer ist Jürgen Trittin, ehemaliger Bundesumweltminister und aktuell Vorsitzender der Bundestagsfraktion der Grünen.

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Begutachten das für den Golfplatz anvisierte Gebiet: Hans Georg Schwedhelm, Michael Hoffmeister und Jürgen Trittin (v.l.).

Quelle: Tietzek

Anlass der Führung ist der von der Gemeinde Teistungen geplante Bau eines Golfplatzes (Tageblatt berichtete), der auch über die Landesgrenze hinaus für Aufsehen sorgt und zur Gründung der Bürgerinitiative „Rettet den Lindenberg“ führte. Entstehen soll der 18-Loch-Platz auf einer Fläche von 80 Hektar – das entspricht umgerechnet etwa 110 Fußballfeldern – oberhalb des Grenzlandmuseums zwischen Teistungen und Gerblingerode.

Eingeladen wurde der Minister a. D. von Hans Georg Schwedhelm vom Ortsverband der Grünen in Duderstadt und Michael Hoffmeister, Sprecher des Grünen-Kreisverbands im thüringischen Eichsfeld. „Ich möchte mir heute erst einmal genau anschauen, um was für ein Gebiet es sich handelt“, sagt Trittin. Also folgt er in den kommenden zwei Stunden dem Vorsitzenden des Naturschutzbundes Eichsfeld, Arne Willenberg, durch die Natur. Die Führung streift einen Obstgarten, dann einen Wald, der im Falle des Baus abgeholzt werden könnte und ein Vogelschutzgebiet beherbergt, bis sie an einem Bachlauf endet. „Insgesamt handelt es sich um einen sehr sensiblen ökologischen Bereich voller schützenswerter Tiere und Pflanzen“, so Willenberg.

Eine ältere Dame aus Duderstadt, die nicht mit Namen genannt werden will, nimmt auch an der Führung teil. Sie gehört zwar nicht der Bürgerinitiative an, geht aber regelmäßig auf dem Lindenberg spazieren und hat wenig Sympathie für die Golfplatzpläne: „Golfspieler haben in der Region doch schon genug Möglichkeiten, zu spielen“, findet sie. Dem stimmt Johanna von Elsner zu. „Wir sind hier nicht in Düsseldorf und haben nicht das Einzugsgebiet, um noch mehr Golfplätze in der Region auszulasten“, findet die Betreiberin des Golfclubs Rittergut Rothenbergerhaus. Trittin kündigt an, bezüglich der Planung des Platzes beim Umweltbundesamt „nachzuhaken“, da er die Nachbarschaft zum Grünen Band und den Verlust des Vogelschutzgebiets als „äußerst bedenklich“ einschätzt.

Von Corinna Berghahn

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