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Narren erobern Rathaus Duderstadt und Bilshäuser Verwaltung

Beste Stimmung Narren erobern Rathaus Duderstadt und Bilshäuser Verwaltung

Zwar haben sich die Narren am gestrigen Rosenmontag friedlich  Schlüssel- und Finanzgewalt für Duderstädter Rathaus und Gemeindeverwaltung Bilshausen erkämpft, doch mit leeren Gemeindesäckeln blieb auch ihnen kein Gestaltungsspielraum. Das Thema Schulden blieb dann auch beim Sturm des Duderstädter Rathauses trotz der ausgelassenen Stimmung nicht außen vor.

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Regenten auf der Bühne: Prinzenpaare mit Bürgermeister Nolte.

Quelle: Blank

Duderstadt/Bilshausen. „Mingerode, Desingerode, Westerode und Brehme, Karnevalsvereine, nach denen ich mich sehne. Gestaltet die Zukunft mit Humor, Trübsal kommt bei Euch nicht vor, Deshalb meine Bitte an alle, bleibt beim Zukunftsvertrag mit uns am Balle“, reimte Duderstadts Bürgermeister Wolfgang Nolte (CDU) zur Begrüßung.

Mit Prinzenpaaren, Garden, Elferräten und Musikgruppen – einschließlich teils bunt kostümierter Zaungäste tummelten sich rund 400 ausgelassene Eichsfelder im Saal – waren die fünf Vereinsabordnungen durch die Stadt ins historische Gebäude eingezogen, um Nolte, Justiziarin Annelore von Hof und Ortsbürgermeister Hubertus Werner (CDU) eine kurze Auszeit von ihren Amtsgeschäften zu gönnen und ihnen die obligatorischen Orden zu verleihen.

Traditionell haben die Eichsfelder Narren am Rosenmontag das Rathaus in Duderstadt gestürmt. Im Bürgersaal übergab ihnen Bürgermeister Wolfgang Nolte den goldenen Schlüssel.

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Musikeinlagen durch die Brehmetaler Musikanten und die Mingeröder Brass und Drumband, die auch die befreundete Drum und Brassband aus Kassel mitgebracht hatte, lautstarke Sprechchöre des Desingeröder Carneval Clubs und Tanzeinlagen der verschiedenen Garden inmitten des Getümmels puschten die Stimmung von Minute zu Minute höher.

Dass sich auch waschechte Thüringer in – oder sogar als – Niedersachsen wohl fühlen, machte auch Brehmes Bürgermeister Marco Tasch – ebenfalls bekennender Karnevalist – deutlich: „Wir wollen alle zusammenwachsen, von mit aus auch in Niedersachsen. Wir gründen den Freistaat Eichsfeld und drucken unser eigenes Geld.

In Bilshausen überließ Bürgermeisterin Anne-Marie Kreis an Rosenmontag den Narren das Sagen.

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Lieber Wolgang, wirst du sehn’, ist das mit den zehn Millionen auch kein Problem.“ Nach Bonbon- und Konfettiregen passte das Abschlusslied zum Thema. „Wer soll das bezahlen?“, animierte zwar alle zum Schunkeln, stimmte aber auch auf kommende Zeiten ein.

Auch in Bilshausen überließ Bürgermeisterin Anne-Marie Kreis gern ihren Posten dem Regentenehepaar Prinz Jens I. und Prinzessin Rabea I. (Strüber). Einlass gewährten die Ratsherren dem Narrenvolk aber erst nach Beantwortung zweier Fragen nach Baujahr und Baukosten für das Verwaltungsgebäude.

Erst im zweiten Anlauf überwand der Prinz, selbst Mitglied im Gemeinderat, diese Hürde. Mit Sekt wurden die Karnevalisten bewirtet, die ihrerseits den Ratsmitgliedern die obligatorische Aufgabe stellten. Da der Prinz nach eigenen Angaben „handwerklich nicht so geschickt“ ist, hatte er sich für eine geistige Herausforderung entschieden und schlüpfte in die Rolle Günter Jauchs: Bei „Wer wird Millionär“ entpuppte sich Ratsherr Georg Engelhardt als bester Schnell-Rater.

Von Anne Eckermann

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