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Neue Begleiter ausgebildet: Auch Helfer brauchen Hilfe

Pflegende Angehörige Neue Begleiter ausgebildet: Auch Helfer brauchen Hilfe

Nicht nur Senioren oder Demenzerkrankte sollen von den Angeboten im Duderstädter Lorenz-Werthmann-Haus (LWH) der Caritas profitieren. „Wir wollen mit unserem Service auch Angehörige unterstützen, die sich zu Hause um Familienmitglieder kümmern und oft dabei keine Zeit mehr für eigene Bedürfnisse finden."

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Weiterbildung erfolgreich abgeschlossen: Seniorenbegleiter und Ausbilder der Caritas.

Quelle: Walliser

Duderstadt. Das erklärt Lioba Stadermann, Leiterin des Duderstädter Seniorenservicebüros.

Hier greift das Projekt Duo , das in Kooperation des Seniorenservicebüros des Landkreises Göttingen mit der Kreisvolkshochschule und dem Bonus Freiwilligen-Zentrum entstanden ist: Ehrenamtliche betreuen Senioren oder Demenzerkrankte und stellen ein Programm zusammen, das von Computer- und Handarbeitskursen bis zu Sportangeboten reicht oder einfach Zeit zum Lesen, Erzählen oder Kartenspielen bietet. Somit werden auch betreuende Angehörige entlastet. Doch wie sollten Menschen sinnvoll betreut werden? Worauf ist in puncto Kommunikation und Bewegung zu achten? Welche Versicherungen und Rechtsfragen gibt es im Ehrenamt?

Diese und viele weitere Fragen wurden im Herbstkurs für die Ausbildung zum Seniorenbegleiter der Kreisvolkshochschule Göttingen, Außenstelle Duderstadt, gestellt, den sieben Frauen und ein Mann nun abgeschlossen haben. Die Zertifikate für den Kurs überreichte Stadermann den Teilnehmern im LWH in einer Feierstunde.

Doch was bewegt Menschen heute, sich ehrenamtlich als Seniorenbegleiter einzusetzen? „Es ist sinnvoll, sich so früh wie möglich mit dem Thema Pflege und Betreuung auseinanderzusetzen“, sagt Kurs-Absolventin Heike Altendorf . Wenn erstmal die Familie von einem Krankheits- oder Pflegefall betroffen sei, bliebe oft wenig Zeit und Kraft, sich Hintergrundwissen anzueignen, hat die Duderstädterin festgestellt. Ihre Kurskollegin Verena Nolte bestätigt, im Kurs ein umfassendes Wissen über Betreuungsfragen erlangt zu haben.

Einige der Teilnehmer sind aufgrund eigener Erfahrungen zum Ehrenamt gekommen. Marie-Theres Rathswohl hat bei einem Pflegefall in der Familie gemerkt, dass nicht nur der Betreute von der Unterstützung profitiert. „Da kommt viel zurück. Ich konnte die Dankbarkeit der Menschen spüren und möchte das auch nach dem Todesfall in der Familie weitergeben“, nennt sie den Grund für ihre Entscheidung zum Ehrenamt. Sie weiß auch: „Wer zu Hause einen Angehörigen pflegt oder betreut, vereinsamt oft. Es bleibt keine Zeit mehr, an Aktivitäten teilzunehmen oder für sich selbst zu sorgen.“ Daher sollen die Angebote im LWH auch die pflegenden Angehörigen entlasten, ergänzt Stadermann.

Joachim Rudolph, der „Quotenmann“ im Team und Krankenpfleger in Altersteilzeit, erklärt: „Ich hatte berufsbedingt viel mit älteren Menschen zu tun und fühle mich selbst fit. Also wollte ich mich ehrenamtlich in diesem Bereich engagieren.“ Der Einsatz der Ehrenamtlichen beschränke sich nicht nur auf die Angebote im LWH, sagt Mitarbeiterin Lydia Ballhausen. „Die Hilfe kann überall erfolgen, sei es zu Hause beim Vorlesen, als Begleitung beim Spazierengehen, zum Gottesdienst oder beim Einkaufen“, nennt sie Beispiele.

  • Das Zertifikat über Kenntnisse als Seniorenbegleiter erhielten: Heike Altendorf, Ilona Bömeke-Steib, Angelina Burchard, Verena Nolte, Irma Pudenz, Marie-Theres Rathswohl, Marina Zapfe und Joachim Rudolph.
Interessierte Senioren oder Angehörige können sich über die Angebote des Seniorenservicebüros informieren unter Telefon 0 55 27/ 99 686 10.

Von Claudia Nachtwey

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Caritasverbandes

Das Seniorenservicebüro im Caritasverband Göttingen hat 14 Männer und Frauen im Rahmen einer sogenannten „Duo-Schulung“ zu ehrenamtlichen Seniorenbegleitern ausgebildet. Eine verbesserte Lebensqualität, ein möglichst langes selbstständiges, selbstbestimmtes Leben in den eigenen vier Wänden – dies alten Menschen zu ermöglichen, ist das Ziel der Schulung. 

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