Volltextsuche über das Angebot:

7 ° / 4 ° Regenschauer

Navigation:
Neue Perspektiven auf bekannte Orte

Cartias organisiert „Urlaub ohne Koffer“ im Eichsfeld Neue Perspektiven auf bekannte Orte

Ein buntes Tütchen voller schöner Erinnerungen sollte jeder Mitreisende mitnehmen: Im Tiftlingeroder Pfarrzentrum ging am Freitag eine Woche „Urlaub ohne Koffer“ mit der Caritas zu Ende. Dieser Urlaub richtete sich insbesondere an eichsfelder Senioren, denen eine Reise zu weit ist.

Voriger Artikel
Lamm für den Lehrgarten
Nächster Artikel
Duderstädter Schützenfest eröffnet
Quelle: gm

Tiftlingerode. „Wie oft habe ich an Sterbebetten gehört „Ach hätte ich doch“,“ sagte Lydia Ballhausen von der Caritas in Duderstadt: „Aber wir haben es einfach getan!“ Rund 30 Senioren gingen in den vergangenen Tagen auf Ausflüge durch das Eichsfeld, erlebten bekannte Orte aus neuen Perspektiven.

Morgens holte ein „Kutscher“ mit Zylinder die Mitreisenden ab und brachte sie zum Pfarrzentrum nach Tiftlingerode. „Dort starteten wir den Tag immer mit einem gemeinsamen Frühstück“, so Ballhausen. Erst im Anschluss brach die Gruppe auf, jeder Tag bot einen anderen Schwerpunkt. „Der Vorteil dieser Art zu reisen“, so Ballhausen, „ist dass die Teilnehmer abends in ihren eigenen Betten schlafen können.“

Reisesegen vom Propst

Gleich am ersten Tag tourte die Reisegruppen zur Burg Scharfenstein bei Leinefelde, besuchten die Wallfahrtskapelle in Etzelsbach, an der 2011 Papst Benedikt XVI. eine Marienvesper feierte, und kehrte dann im Obernfelder Heimatmuseum ein. „Dieses Projekt ist ein zeitlicher Segensort“, befand Rafl Regenhardt, Geschäftsführer der Caritas.

Erst zum dritten Mal koordiniere die Caritas mit Helfern „Urlaub ohne Koffer“ unud dennoch habe das Prjekt bereits Strahlkraft für die Zukunft entwickelt. Einen Reisesegen spendete am zweiten Tag unter dem Eindruck des tragischen Busunglücks in Bayern Propst Bernd Galluschke den Reisenden.

Dieses Mal ging die Reise nach Heiligenstadt, ließen sich die Niedersachsen durch die thüringische Kurstadt führen. „Nächstes Mal kommen Sie im Duderstädter Rathaus vorbei“, scherzte Duderstadts Bürgermeister Wolfgang Nolte (CDU), „damit Sie nicht nur von Heiligenstadt schwärmen können.“

Ablenkung vom Alltag

Wald, Wiesen und Landwirtschaft standen auf dem folgenden Urlaubstag auf dem Programm. „Wir genossen die große Weite am Forsthaus Hübenthal und die Eindrücke auf dem Pferdeberg“, erzählte Ballhausen. „Wir schenkten uns Liebe und Achtsamkeit“, lobte die Caritas-Mitarbeiterin.

Für einige Stunden sollten die Senioren ihre Schicksalschläge vergessen: früh verstorbene Partner, Erkrankungen, Angst vor der Zukunft. All das ließe sich nur erreichen durch zupackende Helfer, Fahrer und „Küchenfeen“, so Regenhardt. Am vorletzten Tag besuchten die Eichsfelder Göttingen, das Alte Rathaus, den Botanischen Garten und die Sternwarte.

„Ich habe jahrelang meine Mutter gepflegt“, erläuterte etwa Maria Engel-Ehlke: „Warum sollte ich woanders hin, wenn das Eichsfeld so schöne Ecken hat?“ Sie habe viele Bekannte wiedergetroffen, lehrreiche und schöne Ausflüge unternehmen können, so die Hilkeröderin. „So ein Projekt muss unbedingt fortgesetzt werden“, sagte Tiftlingerodes Bürgermeister Gerd Goebel (CDU). Die Überlegungen dazu beginne Ballhausen – neben ihrer übrigen Arbeit – bereits in nächster Zeit.

Von Gunnar Müller

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Anzeigenspezial

Informieren Sie sich über das aktuelle Fußballgeschehen in Göttingen und aller Welt.  mehr

Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
Termine

Wo kann man hin, was kann man machen? Hier werden Sie fündig: Das Tageblatt hat die wichtigsten Freizeittipps für Sie zusammengestellt