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Obernfelder Vorlese-Nachmittag: Eichsfelder Sagen

Geschichten Obernfelder Vorlese-Nachmittag: Eichsfelder Sagen

Sagen des Eichsfeldes – bekannten und weniger populären – lauschten in der vergangenen Woche gebannt Obernfelder Senioren. Trotz Schneeschauer und Eisglätte waren sie der Einladung von Yvonne Mühe, einer der drei Obernfelder Vorlese-Patinnen, zum zweiten Vorlese-Nachmittag ins Pfarrheim gefolgt.

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Fasziniert von alten Geschichten: Yvonne Mühe (5. v. l.) liest im Obernfelder Pfarrheim Sagen des Eichsfeldes vor.

Quelle: Lüder

Obernfeld. Mühe, die 2011 an einem Vorlese-Seminar in der Duderstädter Stadtbibliothek teilgenommen hatte, setzte gemeinsam mit zwei weiteren Obernfelderinnen die Idee für die mittlerweile äußerst bliebten Vorlese-Tage in der Gemeinde um. Sowohl Kindern als auch Senioren soll auf unterhaltsame Weise Spaß an Literatur vermittelt werden.

Gemeinsam bieten Mühe und ihre Mitstreiterinnen über das Jahr verteilt verschiedene Veranstaltungen rund um das Thema „Lesen“ an. Der jüngste Vorlese-Nachmittag widmete sich – bei Kaffee und Kuchen –  den Eichsfelder Sagen. Vorab erklärte die engagierte Lesepatin, was eine Sage ausmacht und fragte die Teilnehmer, ob sie sich an Sagen ihrer Kindheit erinnern könnten.

In früheren Zeiten, waren sich die Senioren einig, sei viel „vertellt“ worden, besonders an langen Abenden beim Handarbeiten hätten nicht selten Schauergeschichten die Runde gemacht.

Fortsetzung folgt

Die erste Sage, die Mühe ausgesucht hatte, war den Anwesenden daher sofort ein Begriff: Im „Achtemann’s Loch“ waren vor Jahrhunderten Reisende ertrunken, deren Hilferufe in dunklen Nächten angeblich noch immer zu hören seien. Die Legende der ertrunkenen Reiseleut, so Mühe, zähle zu den bekanntesten Obernfelder Legenden und werde noch heute gern erzählt. Gebannt lauschten die Obernfelder danach weiteren Geschichten.

Um den Teilnehmern zu zeigen, an welchen Orten sich die vorgetragenen Geschichten zugetragen haben sollen, entrollte Mühe eine große Landkarte von Obernfeld und Umgebung. Gut nachvollziehen konnten die Bücherfreunde daher, wo sich längst vergessene Orte wie der Glockenbachbaum oder das Mingeröder Loh befanden.

Besonders das Märchen des Glockenbachbaums rief einige Seufzer hervor. Die Mär handelt von einer schönen Unbekannten, die Obernfelds Kirchturmglocke mit ihrem Haarband aus einem Sumpf zog und einem Mann so den Kopf verdrehte, dass dieser sich aus unerfüllter Liebe kurze Zeit später umbrachte.

Die Veranstaltungsreihe wird von den Vorlesepatinnen in den kommenden Monaten mit verschiedenen Themenlesungen fortgesetzt. Am Sonntag, 14. April, bieten die drei einen besonderen Nachmittag an: Unter dem Motto „Erzählt uns von früher“ sind Senioren dazu aufgerufen, Kindern von ihrer Jugend zu berichten.

Von Elisa von Hof

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