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Opa Michael setzt die Säge an

Tannen vom Rotenberg Opa Michael setzt die Säge an

Unter der Strom-Freileitung dürfen keine hohen Bäume wachsen. Daher hat die Forstgenossenschaft Hattorf eine wirksame Methode gewählt, um den Baumbewuchs auf dem Rotenberg unter der Freileitung kurz zu halten: Man pflanzt Nordmanntannen, Blau- und Rotfichten, die alljährlich um den dritten Advent von der Bevölkerung als Weihnachtsbäume geschlagen werden dürfen.

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Quelle: Walliser

Wer sich über die matschigen Forstwege kämpft, wird schließlich mit dem Duft von Bratwürstchen und Glühwein gelockt, der in Emaillekesseln über dem offenen Feuer heiß gemacht wird. An diesem Sonntag treffen sich hunderte Menschen hier im Wald, um sich ihren Weihnachtsbaum auszusuchen. Mit Fuchsschwanz und Bügelsäge geht es in die Schonung. „Die Leute kommen, weil sie einen frischen Baum haben wollen“, weiß Wilhelm Schirmer als Vorsitzender der Hattorfer Forstgenossenschaft.
Auch Familie Didszun ist unterwegs und debattiert über Aussehen und Ausmaß des zukünftigen Schmuckstücks. Nur die beiden Jüngsten, Phil und Justin, sammeln lieber Tannenzweige vom Boden. „In diesem Jahr feiern wir Weihnachten bei den Eltern in Hannover“, sagt ihre Mutter Janin. Der Baum hat also noch eine Reise vor sich, bis er das Wohnzimmer ziert.
Schließlich setzt Opa Michael Dittert die Säge an – und stellt fest, dass es nicht einfach ist, den saftigen Stamm mit dem kleinen Werkzeug abzuschneiden. Anschließend wird der Baum an den Messstand getragen, wo Werner Böttcher die Latte anhält: immerhin 1,90 Meter. Durch die Metalltrommel geht er ab ins Netz und passt so in den Kofferraum. Auch Friederike, die Nichte von Forstgenossenschafts-Mitglied Friedrich Wehmeier, wird durch die Trommel geschoben und „eingetütet“. Lachend befreit sie sich aus dem Netz – gute Laune wird hier groß geschrieben.
„Seit 15 Jahren findet diese Veranstaltung statt“, erklärt Schirmer. „Im Trend liegen nach wie vor Nordmanntannen, aber auch Blau- und Rotfichten sind beliebt“, so der Vorsitzende. Die würden zwar mehr pieksen, dafür seien sie günstiger im Preis. Angenommen wird dieses Angebot von einem breiten Umfeld: „Die Leute kommen aus Gieboldehausen, Bilshausen, Hattorf, Wulften und Herzberg“, zeigt Schirmers Erfahrung.

Von Claudia Nachtwey

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