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Ordensfrauen wirken seit 100 Jahren im Eichsfeld

350. Todestag des Ordensgründers Ordensfrauen wirken seit 100 Jahren im Eichsfeld

Die Gemeinschaft der Barmherzigen Schwestern vom heiligen Vinzenz von Paul und die Vinzentinerinnen – die Ordensfrauen wirken seit Jahrzehnten auch im Eichsfeld – feiern weltweit ein vinzentinisches Jubiläumsjahr. So jähren sich 2010 die Todestage des Ordensgründers Vinzenz von Paul (1581-1660) und seiner engsten Mitarbeiterin, Louise von Marillac (1591-1660) zum 350. Mal.

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Tragen die Idee ihres Ordensgründers in die Zukunft: die Barmherzige Schwestern vom heiligen Vinzenz von Paul, die derzeit in Duderstadt leben und arbeiten.

Quelle: EF

Auch in Duderstadt findet aus diesem Anlass am Freitag, 24. September, um 10 Uhr eine Feierstunde in der Vinzenz-von-Paul-Schule statt. Unter dem Motto „Eine Idee lebt weiter...“ wird des Ordensgründers gedacht. Im Mittelpunkt steht das vinzentinische Menschenbild und der vinzentinische Auftrag, aus dem heraus die Barmherzigen Schwestern Leben und Arbeit gestalten.

Die vinzentinische Idee ist seit langer Zeit auch in Duderstadt spürbar. Das Krankenhaus St. Martini mit dem angeschlossenen Altenpflegeheim bietet seit über einem Jahrhundert medizinische und gerontologische Versorgung im gesamten Altkreis Duderstadt. Seit 1947 werden in der Christian-Blank-Straße 16 in Duderstadt Erzieher ausgebildet. Was im einstigen Laurentiusstift mit der Ausbildung von Kindergärtnerinnen und Hortnerinnen begann, entwickelte sich im Laufe von 50 Jahren zur Vinzenz-von Paul-Schule, einer Berufsfachschule Sozialassistent und Fachschule für Sozialpädagogik. In beiden Institutionen – seit Jahren eine feste Größe nicht nur im Eichsfeld – wird die vinzentinische Idee buchstäblich gelebt. Für die Menschen in der Region wird sie im Alltag lebendig und greifbar durch Arbeit und Leben der Ordensfrauen.

Zentrum der Ordensgemeinschaft ist das Mutterhaus in Hildesheim. In 26 Niederlassungen, davon 19 in Niedersachsen, eine in Hessen und sechs in Peru, arbeiten die zum Hildesheimer Mutterhaus gehörenden Barmherzigen Schwestern in Krankenhäusern, Altenheimen, Kindertagesstätten, im Hospiz, in der Ausbildung von Erziehern, Krankenpflegern, einer Beratungsstelle, einem Tagungshaus und in der Entwicklungshilfe. Alle Ordensfrauen werden – so formuliert es die Lebensordnung 501 – getragen von der Gewissheit, „dass die Liebe zum Herren und die gleiche Berufung zum Dienst uns zusammengeführt hat“.

Begonnen hat das Wirken der Barmherzigen Schwestern mit Vinzenz von Paul, Sohn eines südfranzösischen Bauern. Er wurde 1600 zum Priester geweiht und führte bis 1608 ein eher abenteuerliches Leben. Durch eigene Erfahrungen, die Begegnung mit großer Armut im Paris dieser Zeit gründete er 1617 eine Frauenvereinigung, die sich um Arme, Kranke und Waisen kümmerte. 1633 entstand mit Unterstützung von Louise von Marillac die „Gemeinschaft der Töchter der christlichen Liebe“. Das war die Geburtsstunde der Gemeinschaft der Barmherzigen Schwestern vom heiligen Vinzenz von Paul, die sich bis heute in der Nachfolge des Geistlichen – er wurde 1737 heiliggesprochen und gilt als Gründer der neuzeitlichen Caritas – verstehen.
In Duderstadt und der Region tragen die Ordensfrauen in St. Martini und in der Vinzenz-von-Paul-Schule diese Idee weiter und halten sie durch ihre Arbeit mit den Menschen tagtäglich lebendig.

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