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Ortsrat diskutiert über die Talsperren

Naherholungsgebiet und Hochwasserschutz Ortsrat diskutiert über die Talsperren

Ist die Hochwassersicherung in Langenhagen noch gegeben? Über den Zustand der „großen Talsperre“ haben am Freitag die Mitglieder des Ortsrates Brochthausen/Langenhagen diskutiert. Duderstadts Bauamtsleiter Johannes Böning entwarnte und riet, umsichtig zu reagieren.

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Quelle: gm

Brochthausen. Anders als das Langenhagen hat das Bergdorf zwar keinen Flughafen – dafür aber zwei Talsperren, die es auch noch weiter in der Zukunft beschützen. Bei Hochwasser lief das Dorf, das sich im Tal wie eine Perlenkette schlängelt, voll. Die Ströme, die bei großen Regenmengen die Hänge ins Tal rauschten, stellten ein enormes Problem des Bergdorfes dar. Vor etwa hundert Jahren wurden aus Sicherungsgründen zwei Rückhaltebecken gebaut, die umgangssprachlich als Talsperren zu kleinen Schwestern der naheliegenden Harzer Talsperren wurden.

Regen brachte Schlamm in Talsperre

„Aus meiner Sicht ist die Hochwassersicherung gewährleistet“, erläuterte der Bauamtsleiter den Ratsmitgliedern. Erst vor kurzem habe er sich das gesamte Gelände intensiver angesehen. Dann erinnerte Böning an 1994: „Regenereignisse“, wie sie der Westeröder nennt, hätten zu einer Gefahrensituation geführt. Über landwirtschaftliche Flächen wurden Schlammmassen in die große Talsperre gespült. Die Mechanik sei damals nicht mehr funktionstüchtig gewesen. „Da mussten wir handeln“, so Böning. 900 Kubikmeter Schlamm hoben die Mitarbeiter aus dem Teich, das Gros wurde – mit Genehmigung – wieder auf Feldern verteilt.

Ortsbürgermeister und Landtagsabgeordneter Lothar Koch (CDU) mahnte, man dürfe nicht mehr in diese Situation gelangen. Im Rahmen der Fürsorgepflicht müsse jegliche Gefahr abgewendet werden. Jetzt mache das Wasser einen guten Eindruck, so Böning. Vielmehr sehe er eine Gefahr im Grundablass. „Ich würde davor warnen“, riet er den Ortsratsmitgliedern, „und erst einmal vorsichtig herangehen.“ Zum gegenwärtigen Zeitpunkt funktioniere alles. Allerdings: „Im Bereich der kleinen Talsperre müssen wir etwas tun“, so Böning. Rückhaltebecken würden andernorts alle 15 Jahre kontrolliert, „und das sollten wir auch in Langenhagen mal tun“, so der Bauamtsleiter. Ein Bild von der aktuellen Situation möchte sich der Ortsrat in einer Begehung an den Talsperren gemeinsam ansehen.

Früher Freibad, heute Erholungsgebiet

Noch vor wenigen Jahrzehnten nutzten die Langenhägener den See als Freibad. Inzwischen verwachsen, hat sich die Natur diesen Raum zurückerobert. Doch als Erholungsgebiet dient es den Bergdörflern immer noch für Spaziergänge. Ortsbürgermeister Koch dankte Daniel Herbst, der eine Pflegepatenschaft für Bereiche an der großen Talsperre übernimmt: „Die Patenschaft ist für mich ein großes Zeichen für bürgerschaftliches Engagement.“ Zu den äußerlichen Verbesserungen solle auch eine Sanierung des Blockhauses an der Talsperre beitragen, das seit etlichen Jahren ungenutzt in einem Dornröschenschlaf liegt und langsam verfällt. „Wir wollen dazu beitragen, da ein Schmuckstück rauszumachen“, so Koch. Die spätere Nutzung stehe allerdings noch nicht fest.

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