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Pferde-Unfall auf B 446: Hergang rekonstruiert

Pferde wurden herausgelassen Pferde-Unfall auf B 446: Hergang rekonstruiert

Bei dem Frontalzusammenstoß eines VW mit zwei freilaufenden Pferden am Sonntagabend auf der B 446 bei Seulingen (Tageblatt berichtete) wurde nicht nur die 46-jährige Autofahrerin aus Duderstadt schwer verletzt. Zwei weitere Beteiligte, der 47-jährige Fahrer eines Passats aus Duderstadt sowie eine 21-Jährige aus Bodensee, kamen mit leichteren Blessuren davon. Schaden laut Polizei: rund 45 000 Euro.

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Quelle: Blank

Seulingen. Die beiden bei dem Unfall getöteten Pferde, eine dreieinhalbjährige Shire-Horse-Stute und eine zwölf Jahre alte Fuchsstute, stammen aus dem Stall des Seulingers Hans-Werner Rink, dessen Familie Shire-Horse-Zuchtschauen organisiert. Rink ist sicher, dass die beiden Stuten von Unbekannten aus ihrem Unterstand im Ort herausgelassen wurden. „Wir hatten noch gefüttert, die Pferde waren versorgt, der Stallbereich verschlossen und mit Elektrozaun gesichert. 

Nach dem Unfall haben wir alles genau kontrolliert und deutliche Hinweise dafür gefunden, dass der Unterstand geöffnet worden sein muss“, so der geschockte 56-Jährige, der Anzeige bei der Polizei erstattet hat. „Wer das getan hat, hat nicht nur in Kauf genommen, dass die Tiere zu Schaden kommen, sondern vor allen Dingen, dass Menschen verletzt oder sogar getötet werden“, sagt Rink, der bislang auch keine Erklärung dafür hat, dass die Pferde offensichtlich „in voller Panik und Hochgeschwindigkeit“ quer durchs Dorf auf die B 446 gelaufen seien. „Normal bleiben die Tiere nach dem ersten Schreck nach 500 Metern stehen. Unsere Pferde hätten sofort bei uns auf dem Hof gestanden.“

Rekonstruiert werden konnte der Unfallhergang. Danach hat sich der Auffahrunfall mit der leicht verletzten 21-Jährigen vor dem Zusammenprall  des Passats mit den Pferden ereignet. Die Frau aus Bodensee hatte die Tiere auf der Straße entdeckt und noch rechtzeitig bremsen können. Einem hinter ihr fahrenden 25-jährigen Adelebser gelang das auf regennasser Fahrbahn nicht. Nur Minuten später krachte der Passat aus der Gegenrichtung in die beiden Pferde, prallte gegen die Leitplanke und schleuderte in einen in entgegengesetzter Fahrtrichtung stehenden Renault eines 41-jährigen Ebergötzers.

Von Anne Eckermann

Wild- und Weidetiere: Größere Unfallgefahr im ländlichen Raum
Wildunfälle und umherlaufende Weidetiere haben in den vergangenen Tagen die Polizei in Duderstadt beschäftigt. Bereits am Donnerstag vergangener Woche mussten die Beamten Rinder zwischen Seulingen und Landolfshausen wieder auf den richtigen Weg bringen, am Sonntag liefen Pferde auf der Bundesstraße 247 bei Obernfeld umher. Passanten konnten die Tiere rechtzeitig einfangen und der Besitzerin übergeben. Dazu gab es vier Wildunfälle: Jeweils mit einem Reh zwischen Duderstadt und Ecklingerode, in der Gemarkung Breitenberg sowie zwischen Hilkerode und Langenhagen; auf der Roten Warte erfasste ein Auto einen großen Dachs. „Unfälle mit Wild- oder ausgebrochenen Weidetieren kann man in den meisten Fällen wohl nicht verhindern“, meint Horst Kanngießer, Leiter des Kriminal- und Ermittlungsdienstes bei der Duderstädter Polizei. „Aber in dieser Jahreszeit bei früher Dunkelheit und nassen oder verschmierten Straßen sind angepasste Geschwindigkeit und vorausschauendes Fahren das A und O“, rät der Polizeibeamte. „Wir leben in einem Bereich mit ausgedehnten Wald- und Weideflächen, da ist die Gefahr von Unfällen mit Tieren deutlich größer, als in einem städtischen Umfeld.“  asg
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Pferde auf B 446

Freilaufende Pferde waren Ursache zweier Unfälle am Sonntag,4. Oktober, auf der B 446 bei Seulingen. Nach ersten Ermittlungen der Polizei war ein Auto aus Ebergötzen kommend gegen 18 Uhr in der Dunkelheit mit zwei Tieren kollidiert. Dabei wurde eine Frau schwer verletzt und ein Pferd sofort getötet.

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