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Plattdütsche Frünne geben spontanes Ständchen

Seeburg Plattdütsche Frünne geben spontanes Ständchen

130 Freunde der Plattdeutschen Sprache haben im Seeburger Gasthaus Streicher ein buntes Programm gemeinsam gestaltet und erlebt. Im Mittelpunkt stand dabei Eichsfelder Lebensart und natürlich die Muttersprache Plattdütsch.

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Voller Saal: Plattdüsche Frünne in Seeburg.

Quelle: ge

Aus vielen Orten des gesamten Eichsfeldes waren die Gäste nach Seeburg gekommen. „Ok do, wo dä heilige Antonius drus is, nämlich Worbis“, freute sich der Präsident der Frünne, Werner Grobecker, der im Landgasthaus Streicher 130 Plattdütsche begrüßen konnte. Grobecker betonte, dass man sich in Seeburg seit vielen Jahren besonders wohl fühle. Zu Beginn der Veranstaltung forderte er die Anwesenden auf, an diesem Abend nur Platt zu sprechen. 

Besonderes Lob des Präsidenten gab es für Anneliese Kopp, die kürzlich den 80. Geburtstag feierte und aussprach, dass sie Enormes für das Zustandekommen der Frünne-Begegnungen beigetragen hatte. Spontan gab es ein Ständchen, in dem von Lydia Langenohl gedichteten Text „Man kann met 80 Joahren ok oft noch flinke ssien, denn man is sso jung, wie man sseck feult.“ 

Seitenhiebe auf Nachbarorte

Die Vorsitzende des örtlichen Heimat- und Verkehrsvereins, Ursula Streicher, appellierte an die Seeburger, die Muttersprache weiterhin aufrecht zu erhalten. Für einen originellen Auftakt sorgte eine Stammtischrunde, die die Situation im Dorf ganz allgemein, besonders aber auch mit vielen Seitenhieben auf Nachbarorte karikierte. Ludwig Gleitze, Heinrich Goldmann und Dieter Weidemann hatten sich die Gags ausgedacht. Den Sonntag im Eichsfeld („Wenn wie Ssundach erst in dä Kerken un denn in dä Kneipe choat“) hatten Thomas Gerlach und Matthias Gleitze singend aufs Korn genommen. „Von kranken Fickeln un dän Freujoahr“ erzählte Lydia Langenohl. Die Ziege als die Kuh des kleinen Mannes hatte Anneliese Kopp auf dem Programm. „Dä Tiet rennt im Sauseschritt“ kalauerte Elfriede Döring. Elisabeth Krone brachte „Dä veertahn Nothelfer“ auf den Punkt. 

Das Duo Anneliese & Hermann war musikalisch dabei: „Sso komet chlückliche Tieten, wenn veele Minschen teßammen ssiet“. Die Geschichte vom Storch gab Rita Maulhardt zum Besten. Der Vortrag von Karl Roth bestätigte letztlich: „Et was weer en schöner Obend, an dem jeder ein Osterei mit nach Hause nehmen konnte. Am Donnerstag, 23. April, treffen sich die Plattdütschen Frünne im Museumskrug in Obernfeld.

                                                                                                          Von Gerhard Germeshausen

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