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Polizei widerspricht

Bewohner ist bekannt Polizei widerspricht

Jens Hoffmeister, der Mieter der zweiten Wohnung, die in der Nacht zum Donnerstag in Rolls-hausen von einem Sondereinsatzkommando (SEK) gestürmt wurde, ist polizeilich bekannt. Damit widersprechen Duderstadts Polizeichef Otto Moneke und Polizeisprecherin Jasmin Kaatz der Darstellung Hoffmeisters, der sich selbst im Tageblatt-Gespräch als „unbescholtener Bürger“ bezeichnet hatte, der das letzte Mal vor 25 Jahren bei der Bundeswehr eine Waffe in der Hand gehabt habe.

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Eingeübtes Einsatzverhalten: Das Vorgehen in Bedrohungssituationen wird von Beamten (hier an der Polizeiakademie) trainiert.

Quelle: ©SPF

Duderstadt/Rollshausen. „Ausschlaggebend für die Alarmierung des SEK ist immer die Situation zum Zeitpunkt der Meldung. Und diese lautete Bedrohung mit einer Schusswaffe“, begründen Moneke und Kaatz gegenüber dem Tageblatt noch einmal das Vorgehen der Polizei. Dabei sei – wie vorgeschrieben – die Identität des Beschuldigten überprüft worden. „Das hat ergeben, dass er wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz sowie Körperverletzung polizeilich bereits in Erscheinung getreten ist“, so Moneke.

Hieraus habe sich eine besondere Gefährdungslage ergeben, die im Vorfeld besprochen  worden sei. „Wir überlegen ganz genau, ob wir das SEK alarmieren. Das ist keine leichtfertige Entscheidung und ein tiefer Einschnitt für die Betroffenen. Die Beteiligten werden vorher überprüft – egal, wer anruft“, betont Moneke, denn „wäre vor diesem Hintergrund ein Mensch oder Beamter verletzt worden, dann hätten wir uns Untätigkeit vorwerfen lassen müssen“. Die Frage nach der Verhältnismäßigkeit des Einsatzes entscheide ganz allein das SEK. „Fest steht, die Kollegen müssen schnell, entschlossen und konsequent handeln und das Überraschungsmoment muss gegeben sein. Es gab schon Einsätze, wo Beamte durch die Wohnungstür erschossen wurden“, so Kaatz.

asg

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Nach SEK-Einsatz

Die Betroffenen des Polizeieinsatzes in der Rollshäuser Ziegeleistraße kommen nicht zur Ruhe. Nachdem ein Sondereinsatzkommando (SEK) in der Nacht zu Donnerstag zunächst eine falsche Wohnung gestürmt und einen unbeteiligten Mann noch im Bett liegend gefesselt hat, anschließend bei der Erstürmung einer zweiten Wohnung nach Aussage der Mieter dort brutal vorgegangen sein soll, leiden alle Betroffenen unter den psychischen Belastungen des nächtlichen Vorfalls.

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