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Nur einen Handgriff entfernt

Präventionsaktion in Duderstadt Nur einen Handgriff entfernt

Nur ein Handgriff trennt Niklas Rusalo von der Handtasche im Einkaufswagen einer Frau, die von seinem Kollegen abgelenkt wird. Die Frau hat Glück: Sie hat es nicht mit Dieben zu tun, sondern mit Polizist Dierk Falkenhagen und Polizei-Fachoberschüler Rusalo, die präventiv vor Taschendiebstahl warnen.

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Polizeikommissar Dierk Falkenhagen (Mitte) gibt Constanze Hunold Tipps gegen DIebstahl. 

Quelle: Wenzel

Duderstadt. Im Duderstädter Einkaufszentrum Feilenfabrik haben sich die beiden aufgestellt, sprechen Passanten an, die nicht gut genug auf ihre Tasche, ihr Portmonee oder den Autoschlüssel aufpassen - und demonstrieren eben auch, wie schnell es manchmal gehen kann, dass man beklaut wird. „Sie haben ja recht“, gesteht auch die Passantin, die Rusalo erst bemerkt, als Falkenhagen sie darauf hinweist. Längst hätte der junge Mann mit ihrer Handtasche verschwunden sein können.

„Es gibt zurzeit keine vertärkte Anzahl an Taschendiebstählen“, sagt Falkenhagen, Präventionsbeauftragter beim Polizeikommissariat Duderstadt. Trotzdem sei es wichtig, gerade in der Vorweihnachtszeit, wenn viele Menschen unterwegs seien und es häufiger zu Gedränge komme, auf die eigenen Wertsachen gut aufzupassen. „Man sollte die Tasche vor dem Körper tragen oder das Portmonee in der Hand“, rät Falkenhagen, der regelmäßig Präventionsaktionen organisiert. Neben dem Thema „Taschen- und Trickdiebstahl“ werde beispielsweise die Problematik von Wertsachen im abgestellten Auto thematisiert.

„Gelegenheit macht Diebe“ - an dem Spruch sei etwas dran, so Falkenhagen, der mit seinem Kollegen auch in weiteren Einkaufsmärkten wie dem Marktkauf oder Rewe-Markt Präsenz zeigt und Flyer mit Tipps gegen Taschendiebe verteilt. „Achtsamkeit ist sehr wichtig“, sagt der Polizeikommissar. Ihm falle aber auch auf, dass viele beim Hinausgehen aus dem Supermarkt ihr Portmonee direkt in der Hand tragen - „vorbildlich“, lobt er eine Passantin. Schon die Polizeipräsenz führe dazu, dass viele auf ihre Sachen achtgeben, beobachtet Falkenhagen.

Er spricht auch Constanze Hunold an, die ihr Kind im Sitz am Einkaufswagen sitzen hat, die Handtasche liegt im Wagen. „Ich habe das Kind ja sowieso immer Blick“, sagt sie - und wirkt doch, als fühle sie sich ein bisschen ertappt. Diese Reaktion sei bei vielen zu erkennen, so Falkenhagen. „Die Leute merken sich das und erzählen es weiter“, sagt er, genau das sei das Ziel.

Achtsamkeit sei aber nicht nur beim Einkaufen selbst, sondern auch beim anschließenden Einladen in das Auto wichtig. „Viele legen ihre Tasche oder ihr Portmonee dann schonmal vorne in das offene Auto oder aufs Dach“, sagt Falkenhagen. Mit etwas Ablenkung könne es auch in so einer Situation schnell zu einem Diebstahl kommen.

Tipps der Polizei

Schutz gegen Taschendiebe:

  • Beim Einkaufen oder dem Weihnachsmarktbummel sollte nur das Notwendigste an Bargeld, EC- oder Kredikarten mit sich geführt werden.
  • Bargeld und Karten sollten am Körper verteilt getragen werden – zum Beispiel in Gürteltaschen oder Brustbeuteln.
  • Die Handtasche oder Umhängetasche sollte mit der Verschlussseite zum Körper getragen werden – und in Menschenmengen vorne.
  • Die Handtasche sollte stets geschlossen sein und nie unbeaufsichtigt werden lassen.  

Wenn es doch zum Diebstahl gekommen ist, muss direkt die Polizei benachrichtigt werden. Außerdem gibt es den Sperr-Notruf 116 116, unter dem sich sämtliche Giro-Karten, fast alle Kreditkarten und unter anderem die elektronische Identitätsfunktion des Personalausweises, Mitarbeiterausweise, Mobilfunkkarten und andere elektronische Berechtigungen sperren lassen.

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Von Redakteur Hannah Scheiwe

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