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Rathaus-Anreischke feiert heute 50. Geburtstag

50ter Geburtstag Rathaus-Anreischke feiert heute 50. Geburtstag

Alle Duderstädter kennen ihn, die meisten Gäste der Stadt auch: Der hölzerne Anreischke, der alle zwei Stunden zum Glockenspiel „Mein Duderstadt am Brehmestrand“ vom Rathausturm herunternickt, hat heute Geburtstag. Er wird 50 Jahre alt. 

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Bekanntes Gesicht: Seit fünf Jahrzehnten nickt der Anreischke aus dem Rathaus Einheimischen und Touristen zu.

Quelle: OT

Der ehemalige Ratsherr und Kreistagsabgeordnete Ewald Weinrich hatte den Plan entwickelt, den Anreischken im Rathausturm mit einer soliden Verbeugungsmechanik samt Glockenspiel einbauen zu lassen. Wie der ehemalige Kreisverwaltungsamtsleiter Siegfried Schmidt berichtet, folgte der Duderstädter Rat auch dem Ansinnen Weinrichs und stellte dafür 1958 immerhin 15000 Mark bereit. 

Die acht Bronzeglocken wurden in der Turmuhrenfabrik Wilhelmshütte in Bockenem gegossen, die Holzfigur des Anreischke schnitzte der Duderstädter Holzbildhauer Fritz Ziesing. Man konnte dabei auf ein kleineres Vorbild schauen: eine Holzfigur des Anreischken, die fast 300 Jahre zu jeder vollen Stunde aus dem Steintor schaute, das dann aber abgerissen wurde. 

Am 31. März 1959 erklang das neue Glockenspiel im Rathaus dann erstmalig zur Probe und der Anreischke verneigte sich, wie er es heute noch tut. Ihren regulären Dienst nahmen Figur und Glockenspiel dann zum 1. April auf, und seitdem tut der Anreischke Tag für Tag seinen Dienst, grüßt freundlich zu den empor schauenden Menschen hinunter. 

Ungeklärt ist eine andere Frage im Zusammenhang mit dem Glockenspiel. Ursprünglich nämlich wurde das Heimatlied „Mein Duderstadt am Brehmestrand“ von Karl Wüstefeld vertont, den Text hatte der Oberlehrer am Gymnasium, Nikolaus Bödiger, geschrieben. Die Melodie, die heute das Glockenspiel ertönen lässt, ist aber nicht die ursprüngliche Wüstefeld-Version, sondern stammt aus dem Mittelteil des Kaisermarsches von Georg Kunoth. 

Wer Hinweise geben kann, warum die Melodie gewechselt wurde und auch wann, der sollte sich mit seinem Wissen an den Verleger Helmut Mecke wenden. Er ist unter Telefon 05527/981919 zu erreichen. 

                                                                                                      Von Sebastian Rübbert

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