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Rathaussturm der Narren in Duderstadt

Bilshäuser Kinderprinzenpaar plündert Gemeindekasse Rathaussturm der Narren in Duderstadt

Im Eichsfeld haben am Rosenmontag die Narren die Herrschaft übernommen. In Duderstadt und Bilshausen dokumentierten die Karnevalisten das durch die Übernahme von Insignien der Macht, von Rathausschlüssel und Gemeindekasse.

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Umzingelt von Karnevalisten: Duderstadts Bürgermeister Wolfgang Nolte (M.) übergibt die Macht im Rathaus an die Narren.

Quelle: Richter

Duderstadt/Bilshausen. In Duderstadt eroberte eine Koalition aus vier Prinzenpaaren samt Gefolge das Rathaus. Abordnungen von Westeröder Carnevalclub, Mingeröder Carnevalsverein, Desingeröder Carnevalsclub und Brehmer-Faschingsclub zogen durch Westerturm und über die Marktstraße ein. Die Brass & Drum-Band des MCV und die Drum & Brass-Band Kassel unterstützten den Zug musikalisch.

Im Duderstädter Rathaus begrüßte Bürgermeister Wolfgang Nolte (CDU) die Narren „aus Hessen, aus Thüringen, aus ganz Europa“. „Zum Eichsfeld gehört der Karneval, weil wir über Jahrhunderte zu Kurmainz gehört haben“, erklärte Nolte: „Dankeschön, dass ihr die Tradition des Karnevals lebt.“

In seiner Rede schlug er den Bogen vom Eichsfelder Bier (Neunspringer und Heimatliebe), über 25 Jahre Grenzöffnung, die aktuelle Situation in der Ukraine, bis zum Zukunftsvertrag und den Ortsumgehungen. Anschließend übergab er vier verschiedene Schlüssel an die vier Karnevalsvereine. „Bis Mittwoch behalten wir den“, erklärte der Desingeröder Dennis von Ahlen.

Schutzhelm war nicht nötig

„Wo gibt‘s das schönste Prinzenpaar?“, beginnt das Lied des Bilshäuser Carnevals-Clubs (BBC). Erstmals in der 54-jährigen Vereinsgeschichte konnte mangels Bereitschaft allerdings kein Prinzenpaar aufgeboten werden.

Weil Bürgermeisterin Anne-Marie Kreis (CDU) das beim Büttenabend angeprangert hatte und den Zorn der Narren fürchtete, trug sie beim traditionellen Rathaussturm am Rosenmontag, aus dem anders als in der wilden Vergangenheit schon längst ein gesitteter Empfang geworden ist, einen Schutzhelm. Das war allerdings nicht nötig.

Rathaussturm der Narren in Bilshausen 2014. Bürgermeisterin Anne-Marie Kreis übergibt Rathausschlüssel. © Richter

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„Du kannst den Helm ruhig absetzen, du hast allen Karnevalisten aus der Seele gesprochen“, beruhigte sie BBC-Vorsitzender Carsten Ochsenfahrt. Und immerhin gibt es ja noch das Kinderprinzenpaar Lennart I. Uckert und Lea I. Jünemann, das die Lücke mit viel Enthusiasmus und Spaß ausfüllte.

Nachdem sie Fragen zu ihren Vorgängern beantwortet hatten, überreichte Kreis den jungen Majestäten die Gemeindekasse – gefüllt mit Süßigkeiten unter einer Falschgeld-Schicht aus Papierservietten. Rund ein Viertel der knapp 280 BBC-Mitglieder  hatten sich samt Garde und Getränkewagen des Männerballetts auf den Weg zur Gemeindeverwaltung gemacht, um nach einer Schunkelrunde mit den Kommunalpolitikern in der Gaststätte Zum Löwen weiterzufeiern.

Vorher mussten die Ratsmitglieder aber noch ihr Geschick auf die Probe stellen und beweisen, dass sie den richtigen Riecher haben: Sie hatten die Aufgabe, eine Streichholzschachtel nur mit der Nase von Mandats- zu Mandatsträger weiterzuschieben. Weil das nur mäßig gelang, war der eine oder andere Strafschnaps fällig.

Von Ulrich Lottmann
und Kuno Mahnkopf

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