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Revier Seulingen Nord erhält diesjährigen Naturschutzpreis

Jahreshauptversammlung der Duderstädter Jägerschaft Revier Seulingen Nord erhält diesjährigen Naturschutzpreis

Das Revier Seulingen Nord ist bei der Jahreshauptversammlung der Duderstädter Jägerschaft von der Volksbank Mitte mit dem diesjährigen Naturschutzpreis ausgezeichnet worden. Vorstandssprecher Holger Willuhn übergab am Sonnabend (15. Februar) den mit 1500 Euro dotierten Preis an Pächter Erich Hagemann.

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Trägt zur Bereicherung der Kulturlandschaft und Artenvielfalt bei: Damwild, hier im Gatter des Natur-Erlebniszentrums Gut Herbigshagen.

Quelle: Schauenberg

Westerode. Das Revier Seulingen Nord zeigt ein hohes Engagement durch den Ankauf von Flächen und die Anlage von Anpflanzungen zur Schaffung einer hervorragenden Biotopvernetzung, sagte Willuhn. Pflegemaßnahmen von Hecken und Gehölzen verbessern den Lebensraum des Niederwildes, heißt es weiter in der Begründung für die Auszeichnung, in der auch die intensive Bejagung des Raubwildes wie Fuchs und Waschbär hervorgehoben wird.

Zur umfangreichen Tagesordnung auf dem Saal des Westeröder Gasthauses Kellner gehörten Grußworte, Jahresberichte, Terminvorschauen, Ehrungen und ein Vortrag über Damwild. Zum Auftakt hatte der Präsident des Deutschen Jagdschutzverbandes, Hartwig Fischer, nachdenkliche Töne angestimmt.

Für die Jagd sei es in weiten Teilen Deutschlands „fünf vor zwölf“. Um ernst genommen zu werden, müssten Jäger gemeinsam die Kampagnenfähigkeit verbessern. Es gelte sich darauf einzustellen, „dass die politische Farbenlehre, von der wir als Jäger immer ausgegangen sind, so nicht mehr besteht.“

Der stellvertretende Landrat Lothar Koch (CDU) erinnerte –  wie zuvor Fischer – daran, dass in den kommenden Jahren die Novellierung des Bundesjagdgesetzes und der Landesjagdgesetze ins Haus steht. Die „Zielorientierung“ könne sich dabei möglicherweise verändern. Die Jäger seien „auseinandersetzungserprobt“ und damit in der Lage, sich dem zu stellen.

„Dass die Vernunft siegen wird“

„Sie müssen auch auf die emotionale Ebene gehen, dort wird das Klavier gespielt“, lautete der Appell von Koch. Er zeigte sich überzeugt, „dass die Vernunft siegen wird“.

Der Vorsitzende der Jägerschaft Duderstadt, Hans-Georg Kracht, hob in seinem Jahresbericht die große Bedeutung hervor, die das Thema Ausbildung des Jägernachwuchses hat.

Er würdigte das Engagement von Obmann Helmut Nolte, der innerhalb eines Jahres in Schulen, Kindergärten und bei anderen Veranstaltungen rund 700 Interessierten die heimische Tier- und Pflanzenwelt dargebracht, sie begeistert und neugierig gemacht hat. Der Vorsitzende bat um eine verstärkte Meldung von Luchsbeobachtungen.

Dies solle dazu beitragen, ein wirkliches Bild vom Vorkommen dieses Tieres in der Region zu erhalten, sagte Kracht, der neben weiteren Repräsentanten des Jagdwesens unter anderem auch Bürgermeister Wolfgang Nolte (CDU), erste Kreisrätin Christel Wemheuer (Grüne) und Propst Bernd Galluschke unter den Gästen begrüßte.

65-jähriges Bestehen der Jägerschaft

Große Ereignisse werfen ihre Schatten weit voraus und so gab zweiter Vorsitzender Thomas Ehbrecht eine Vorschau auf das Programm zum 65-jährigen Bestehen der Jägerschaft, das für den 23. und 24. August geplant ist. „Wir wollen das Jubiläum nutzen, uns öffentlichkeitswirksam darzustellen“, sagte Ehbrecht.

Zum Auftakt am Veranstaltungssonnabend gibt es einen „Jägerabend“ im LNS-Gelände, in dessen Rahmen auch das 20-jährige Bestehen der LNS-Gesellschaft und die „gute Zusammenarbeit“ mit der Stadt Duderstadt gewürdigt werden sollen.

Fortgesetzt wird das Programm am Sonntag um 10.30 Uhr mit der Hubertusmesse in der St.-Cyriakus-Kirche und einer „Naturschutz- und Jägermeile“ auf der Marktstraße, zu der die Jägerschaft zwischen 11.30 und 18 Uhr einige tausend Besucher begrüßen möchte.

Bereicherung für die Kulturlandschaft

Kreisjägermeister Alfred Ballhausen erinnerte daran, dass in diesem Jahr in der Jägerschaft fünf Stück Damwild geschossen wurden. Leider hätten sich nicht alle Jäger beziehungsweise Revierinhaber an die vereinbarten Regularien bezüglich Freigabe, Meldung und Inaugenscheinnahme durch den Kreisjägermeister gehalten.

„Ob für das kommende Jahr Damwild nochmals freigegeben wird, obliegt letztendlich der Entscheidung des Jagdbeirates, der im April tagen wird“, so Ballhausen.

„Damwild ist die verbreiteste Wildart der Welt“, betonte Wildmeister Jens Krüger aus Rotenburg in seinem Vortrag. Bereits vor der letzten Eiszeit sei es in unseren Breiten beheimatet gewesen, die Eiszeit habe es dann ans Mittelmeer zurückgedrängt.

„Damwild ist eine Bereicherung für die Kulturlandschaft der Region und trägt zur Artenvielfalt bei“, so der Referent. Wenn es im Eichsfeld auftauche, sollte nicht gleich geschossen werden. „Abwarten und beobachten“ müsse die Devise lauten, so Krüger während der vom Bläserkorps der Jägerschaft umrahmten Tagung.

Von Axel Artmann

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