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Rollshäuser, Hilkeröder und Wollershäuser Narren gestalten Mottowagen

Faschingsumzüge Rollshäuser, Hilkeröder und Wollershäuser Narren gestalten Mottowagen

So mancher Eichsfelder hat seine Narrenkappe bereits entstaubt und die letzten Pailletten am Kostüm befestigt: Karneval steht vor der Tür. Etliche Umzüge werden am kommenden Wochenende Schaulustige aus nah und fern in die Gemeinden locken und ihnen mit einem närrischen Spektakel kurzweilige Stunden bieten.

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Tatkräftig: Ann-Christin Fiedler, Magdalena Bömeke (unten, v.l.) sowie Jörg Hermsdorf, Markus Böhme und Christian Bode (oben v.l.) bringen Farbe ins Spiel.

Quelle: Walliser

Eichsfeld. Wer je einen der aufwendig gestalteten Wagen aus der Nähe betrachten konnte, hat Liebe zum Detail und Fingerfertigkeit sowohl in der Architektur als auch in der Ausstattung ausmachen können. Um eine unterhaltsame Show zu bieten, investieren die Narren nicht nur viele Stunden Arbeit und Kraft, sondern vor allem jede Menge Engagement.

„Unsere Vorbereitungen beginnen rund acht Wochen vor Karneval“, erläutert Martin Mühlhause vom Hilkeröder Carnevalsverein. Die beiden Prunkwagen des HCV, Elferrats- und Prinzenwagen, werden jedes Jahr ein wenig verändert und auf Sicherheit überprüft. „Auf jedem Wagen befinden sich sowohl Feuerlöscher als auch Verbandskasten“, sagt Torsten Lange, Präsident des Elferrats.

Um die beiden Wagen zu bauen, waren sechs Männer nötig, die vier Monate gemeinsam tüftelten. „Einen schönen Wagen baut man nicht an einem Wochenende“, meint Lange. Den Hilkeröder Umzug zieren mehrere Mottowagen, die jedes Jahr neu gebaut und gestaltet werden. „Um die Anhänger, die wir von hiesigen Landwirten ausleihen, nicht zu beschädigen, haben wir ein spezielles Stecksystem entwickelt.

Mit dem gelingt es uns, nicht eine Schraube in den Anhänger bohren zu müssen“, erklärt Lange. Da die Anhänger aber tagtäglich gebraucht würden, bliebe den Karnevalisten nur wenig Zeit, um sie umzubauen und zu dekorieren. 

Fünf Wochen für ein Mottowagen

„In diesem Jahr ist Karneval extrem früh, daher haben wir nicht viel Zeit zur Vorbereitung gehabt und uns für einen kleineren Wagen entschieden“, meint Cornelia Höche aus Wollershausen. Die neunköpfige Gruppe um Höche baut bereits seit 35 Jahren gemeinsam Karnevalswagen, an denen sie mindestens fünf Wochenenden lang werkeln. „Da das Wetter so feucht ist, müssen wir in diesem Jahr bis zum Faschingssonnabend warten, um die Dekoration aus Pappe anzubringen“, erläutert Armin Höche.

An Silvester treffen sich die Wollershäuser zum ersten Mal, um über das Thema des Mottowagens abzustimmen. Zu ihren außergewöhnlichsten Gestaltungen zählen ein Flugzeug mit abklappbaren Flügeln und ein Piratenschiff, das sie vor einigen Jahren selbst entworfen haben. Das Thema des diesjährigen Wagens will die Gruppe noch nicht verraten: Das soll bis zum Umzug am Sonntag eine Überraschung bleiben.

Kein Geheimnis ist hingegen das Thema der Rollshäuser Narren um Markus Böhme: „In Rollshausen wurde im vergangenen Jahr viel gebaut, daher ist unser Thema der Bauboom.“ Die zwölfköpfige Truppe baue bereits seit 1997 gemeinsam Karnevalsanhänger, die sie beim Umzug präsentieren. Pro Wagen tüftelt die Gruppe nach eignenen Angaben rund 30 Stunden.

Dabei bringen die Männer handwerkliches Geschick und die Frauen  Kreativität und Fingerfertigkeit ein. „Unsere aufwendigste Arbeit war ein drei mal zwei Meter großes Schwein aus Gips, dessen diverse Schichten wir zwei Wochen lang modelliert haben“, erinnern sich die Rollshäuser. Und das sei überhaupt das Schönste am Karneval: Dass man seit 16 Jahren gemeinsam Spaß habe und die Tradition trotz Job und Familie nicht einschlafen lasse.

Von Elisa von Hof

Rollshäuser, Hilkeröder und Wollershäuser Narren gestalten Mottowagen für Faschingsumzüge.

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