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Elf Teilnehmer aus sechs Nationen

Rotary-Jugendcamp in Duderstadt Elf Teilnehmer aus sechs Nationen

„Deutschland ist ganz anders als meine Heimat“, haben sowohl Alexandre Furquim Lopes als auch Sherry Szu-Yu-Ko gesagt. Die beiden 20-jährigen Studenten aus Brasilien beziehungsweise Taiwan nehmen seit Sonntag am internationalen Jugendcamp teil, welches der Rotary-Club Duderstadt Eichsfeld ausrichtet.

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Besuch im Grenzlandmuseum Eichsfeld

Quelle: rf

Duderstadt. Der Brasilianer Alexandre betont, dass ihm aufgefallen sei, wie respektvoll und höflich die Menschen in Deutschland seien. Hier werde er überall freundlich begrüßt. Das sei in seiner Heimatstadt Curitiba im Süden Brasiliens anders. Im Osten seines Landes seien die Menschen ebenfalls offener. Für die Taiwanesin Sherry seien vor allem das Wetter und optischen Ansichten, dass was sich komplett von Asien unterscheide.

Englisch als gemeinsame Basis

Elf Jugendliche aus der ganzen Welt haben sich um die Teilnahme am Duderstädter Camp beworben.  „Wir haben jeweils zwei Teilnehmer aus Brasilien, Indien, Taiwan, Spanien und Rumänien sowie einen aus der Tschechischen Republik“, zählt Roland Böhme, seit 2016 Jugendbeauftragter des Rotary-Clubs Duderstadt-Eichsfeld. „Sie sind schon nach kurzer Zeit zu einer homogenen Gruppe zusammengewachsen“, so Böhme. Die Kommunikation erfolge auf englisch, denn zum Beispiel kämen die beiden Inder aus unterschiedlichen Distrikten ihres Landes und würden unterschiedliche Sprachen sprechen.

Völkerverständigung

Die Jugendcamps seien unter anderem dazu da, Völker zu verbinden, erläutert Rotary-Mitglied Thomas Ehbrecht. Und das funktioniere. So habe der Club bereits 2006 ein solches Camp ausgerichtet. „Und damals hatten wir Teilnehmer aus Palästina und Israel sowie weitere junge Leute aus dem Nahen Osten und auch einige aus Russland“, so Ehbrecht. Aber auch das sei kein Problem gewesen. Die Jugendlichen hätten sich trotz der politischen Differenzen ihrer Heimatregionen gut verstanden.

Deutsche Kultur kennenlernen

„Die Teilnehmer an unserem Jugendcamp sollen aber auch etwas von der deutschen Kultur kennenlernen“, sagt Ehbrecht. Böhme ergänzt, dass sich die Rotarier in diesem Jahr für das Motto„Mobility and History in the middle of Germany“, also „Mobilität und Geschichte in der Mitte Deutschlands“ entschieden hätten. Und so haben die Organisatoren ein umfangreiches Programm ausgearbeitet, bei dem die Jugendlichen Firmen und Institutionen wie Ottobock, das Brotmuseum, das Grenzlandmuseum, aber auch die Autostadt in Wolfsburg und den PS.Speicher in Einbeck besichtigen. Darüber hinaus ist ein Besuch in Berlin geplant.

Technik und Brote

„Mich interessieren eher die technischen Dinge“, sagt Alexandre. Der 20-Jährige studiert Maschinenbau. Deshalb freue er sich auf den Besuch in der Autostadt und sei auch von Ottobock begeistert gewesen. Sherry hingegen habe es gefallen, im Brotmuseum selbst ein Brot zu backen. „Das habe ich vorher noch nie gemacht.“ Aber auch die deutsch-deutsche Geschichte im Grenzlandmuseum interessierte die jungen Besucher. „Sie wollen auch für sich etwas mitnehmen“, lobte Ehbrecht das Interesse der Jugendlichen.

Einer von 35000 Clubs

Der Rotary-Club Duderstadt-Eichsfeld ist einer von 35000 Rotary-Clubs weltweit. Die 46 Mitglieder haben in diesem Jahr auf Burg Bodenstein das 25-jährige Bestehen gefeiert. Insgesamt gibt es in der Welt 534 Distrikte, unter anderem den Distrikt 1800, dem der Eichsfelder Club angehört. „In unserem Distrikt bestehen 79 Clubs mit 4000 Mitgliedern“, erklärt Rotary-Mitglied Thomas Ehbrecht.

Deutschlandweit sei der Rotary-Club Duderstadt-Eichsfeld der einzige distriktübergreifende Club. Die Arbeit der Rotarier beschränke sich aber nicht nur auf finanzielle Unterstützung. Vielmehr gebe es auch zahlreiche Termine, wo sie sich selbst vor Ort Hand anlegen würden. „Wir richten zum zweiten Mal ein Jugendcamp aus“, erzählt er. Dafür habe sich der Club vor vier oder fünf Jahren beworben. Auch die Jugendlichen würden sich bewerben. Außer den Camps gebe es auch Jahres- oder Kurzzeitaustauschprogramme. Dafür müssten die Jugendlichen oder deren Eltern nicht Mitglied bei den Rotariern sein. 

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