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SPD scheitert mit Antrag

Jugendparlament SPD scheitert mit Antrag

In Duderstadt soll ein Jugendparlament gegründet werden. Darin sind sich Jugendliche und Mitglieder des Ausschusses für Jugend, Familie, Senioren und Soziales weitgehend einig.

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Der Jugend eine Stimme geben: Kinder und Jugendliche wollen auf politischer Ebene mitreden können.

Quelle: Montage: Thiele

Duderstadt. Einig sind sie sich allerdings nicht über den Weg dahin. Während Sozialdemokraten und Grüne während der jüngsten Ausschusssitzung einen Beschlussvorschlag mit einer eindeutigen Absichtserklärung forderten, wollten CDU und WDB-Vertreter Engelbert Gatzemeier dem Vorschlag der Verwaltung folgen. Danach soll Bürgermeister Wolfgang Nolte (CDU) alle Beteiligten – Jugendliche, Stadtjugendpfleger, Vertreter des Jugendrings sowie der Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst (HAWK) – für erste Gespräche an einen Tisch holen. Erst dann soll das Thema erneut im Fachausschuss beraten werden. Ziel, so Nolte, sei ein für „Duderstadt maßgeschneidertes Konzept“.

Der Diskussion vorangegangen war ein Informationsteil mit  den Duderstädter Jugendlichen Johanna Schenke, Pascal und Patrick Puchert und Hendrik Grüssner. Alle betonten, ein Jugendparlament sei wichtig für die Stadt, der Jugend müsse eine Stimme gegeben werden. Darüber hinaus gebe es derzeit zahlreiche Jugendliche, die sich im Parlament und für ihre Stadt engagieren wollten. Begleitet wurden die jungen Leute von Martin Sänger, der in Heiligenstadt das Jugendparlament betreut. „Die Jugend in den Vereinen stirbt aus. Im Jugendparlament  ohne Vereinsverpflichtung engagiert sich die junge Generation eher“, berichtete Sänger.

„Wir wollen selbst etwas machen, doch fehlen Fachwissen und Gerät“, warb Grüssner um die Zustimmung des Ausschusses. Darüber hinaus könne durch die ehrenamtliche Arbeit das Verantwortungsbewusstsein der Jugend gestärkt und diese in den politischen Prozess integriert werden, so Pascal Puchert. „Das ist ein großartiges Projekt. Wir sollten mit einem Beschluss jetzt ein positives Signal setzen, dass wir das machen wollen. Wenn wir wieder so lange warten, sind die Jugendlichen, die sich engagieren wollen, nicht mehr da“, betonten Marliese Frisch-Dvorák und Hans-Georg Schwedhelm (Grüne), die daran erinnerten, dass dieses Thema bereits vor 20 Jahren im Rat diskutiert worden sei.

Unterstützung bekamen sie von Matthias Schenke (SPD): „Die HAWK ist für vieles gut, hier ist aber der Fachausschuss. Der eingebrachte Beschluss sagt doch nur, dass wir es machen wollen, aber nicht, wie wir es machen wollen“. Manfred Görth, Hans-Helmut Herbold und Karl-Heinz Meyna (CDU) rieten dagegen zur Besonnenheit, erinnerten an die bereits etablierten Jugend-Projekte von Duderstadt 2020, die eingebunden werden müssten.

Nicht nur die Jugendlichen zeigten sich von der Abstimmung, bei der CDU und WDB den SPD-Gründungsbeschluss mehrheitlich ablehnten, tief enttäuscht. „Das ist unglaublich frustrierend. Damit wird das Engagement der Jugendlichen mit dem Hammer plattgemacht“, bedauerte Schenke.

Von Anne Eckermann

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