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Bürgerinitiative baut Sandkasten auf der Marktstraße ab

Duderstadt Bürgerinitiative baut Sandkasten auf der Marktstraße ab

Der Sandkasten auf der Duderstädter Marktstraße ist abgebaut. Die Bürgerinitiative „Lebendige Stadt Duderstadt“ hatte diesen am 14. Oktober neben der Mariensäule aufgestellt, um darauf hinzuweisen, dass die im Rat beschlossene Trampolinanlage immer noch nicht stehe.

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Mitglieder der Bürgerinitiative „Lebendige Stadt Duderstadt“ bauen den Sandkasten auf der Marktstraße ab.

Quelle: Foto: Bänsch

Duderstadt. Der Sandkasten auf der Duderstädter Marktstraße ist abgebaut. Die Bürgerinitiative (BI) „Lebendige Stadt Duderstadt“ hatte diesen am 14. Oktober neben der Mariensäule aufgestellt, um darauf hinzuweisen, dass die im Rat beschlossene Trampolinanlage immer noch nicht stehe.

„Wir wollten schon ein bisschen provozieren“, erklärte BI-Sprecher Wilfried Dierkes, warum der Sandkasten aufgestellt worden war. Er sei als Ersatz für die noch fehlende Trampolinanlage gedacht gewesen. Der Beschluss, ein Trampolin in der Marktstraße zu installieren, sei schließlich vom Rat der Stadt Duderstadt bereits am 2. Dezember 2015 beschlossen worden. In Vorbereitung zum Wurstmarkt sei die BI nun aber auf Anweisung von Bürgermeister Wolfgang Nolte (CDU) von einem Bauhof-Mitarbeiter aufgefordert worden, dass der Sandkasten bis Freitag Mittag weggeräumt werden müsse. Das schreibt Dierkes in einem offenen Brief an den Bürgermeister. Seit fast zwei Jahren stehe die Stadtverwaltung in der Pflicht, den Stadtratsbeschluss zum Bau einer bodengleichen Trampolinanlage umzusetzen. „Die Belebung und Attraktivitätssteigerung der Innenstadt ist doch unser aller Anliegen“, so Dierkes weiter.

Am Freitagvormittag traf sich Dierkes mit drei weiteren BI-Mitgliedern, um den Sandkasten abzubauen. Gemeinsam schaufelten Dierkes, Peter Palmai, Willi Gerstenberg und Bernward Hellbrück den Sand auf die Fläche eines kleinen Anhängers. „Uns ist nicht klar, warum diese gerade mal 7,5 Quadratmeter nicht in den Markt hätten integriert werden können“, fragte sich Dierkes und verwies auf die mehreren Hundert Quadratmeter an Stellfläche in der Innenstadt. Der Sandkasten sei von den Kindern in der Stadt sehr gut angenommen worden. Deshalb hätte an dieser Stelle durchaus eine Kinderaktionsfläche während des Marktes eingerichtet werden können, wenn der an dieser Stelle geplante Stand zum Beispiel weiter in Richtung Straßenmitte aufgebaut worden wäre, argumentiert die BI. Doch hiergegen sprechen die Vorgaben zur Wahrung einer Durchfahrtmöglichkeit für Rettungsfahrzeuge.

Mit ihrem offenen Brief drängt die BI den Bürgermeister nun, bürgernah und im Interesse der jungen Familien zu reagieren. Dierkes erläutert, dass Kinder auch im Winter hüpfen könnten. Und auch ein strenger Winter, der sehr wahrscheinlich gar nicht komme, sei für recht konkrete Planungen wegen der maximalen Einbauzeit von zehn Tagen kein Hindernis.

Bürgermeister Nolte erklärte, dass sich der Ortsrat in seiner jüngsten Sitzung noch einmal mit dem Thema beschäftigt habe. In dem Gremium sei noch einmal darüber beraten und abgestimmt worden. Beschlossen wurde, die Verwaltung mit der Umsetzung der machbaren Aufgaben zu beauftragen. Als erstes werde es frühestmöglich ein Treffen des Ortsbürgermeisters mit Vertretern aus dem Baubereich, dem Bauhofbereich und der Arbeitsgruppe Innenstadt des Ortsrates einen Vorort-Termin geben, kündigte Nolte an. Dabei solle zunächst die Reihenfolge der Prioritäten abgestimmt werden und auch die Finanzen besprochen werden. Der Ortsrat habe dafür ein besonderes Konto. Im Anschluss solle es dann auch ein Gespräch mit der BI geben, damit diese konkret über die anstehenden Planungen informiert wird. „Ich möchte nach der neuen Willensbildung die beratenen und beschlossenen Fakten zügig abarbeiten“, sagte Nolte. Das Vorhaben solle nun Schritt für Schritt im guten Miteinander umgesetzt werden.

Der Sandkasten ist zunächst einmal abgebaut und der Sand abtransportiert worden. Doch einfach entsorgen wollten die Mitglieder der BI den Sand nicht. „Wir haben uns entschlossen, ihn der Kindertagesstätte St. Klaus zu spenden“, berichtete Dierkes. Dann würden wenigstens die Kinder in der Einrichtung noch ihre Freude daran haben.

Von Rüdiger Franke

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