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Schleudern und schocken für Fahrsicherheit

Praktische Tipps vom Fahrlehrer Schleudern und schocken für Fahrsicherheit

Fahranfängern das richtige Verhalten in schwierigen Situationen zu vermitteln, ist ein Ziel der Verkehrssicherheitswoche der Polizei für junge Erwachsene an den Berufsbildende Schulen (BBS) in Duderstadt. Tipps gab am gestrigen Dienstag Fahrlehrer Tobias Hillmann bei einem Fahrsicherheitstraining.

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Fahrsicherheitstraining auf rutschiger Fahrbahn: Schüler testen das Verhalten ihres Autos beim Bremsen, eine Förderband-Plane simuliert Nässe und Glätte.

Quelle: Thiele

Die praktischen Übungen auf dem Grenzparkplatz in Gerblingerode verfolgen trotz April-Wetter zahlreiche Schaulustige aus sicherer Entfernung. Verfolgen können sie die Probefahrten der Schüler, die ihre eigenen Fahrzeuge für das Training mitgebracht haben. „Das größte Problem ist die Sitzhaltung des Fahrers“, steigt Hillmann mit grundlegenden Hinweisen ein und zeigt das richtige Einstellen des Fahrersitzes. „Denn die meisten Fahrer liegen eher in ihren Sitzen“, macht der Fahrlehrer deutlich.
Anschließend geht es auf dem ehemaligen Grenzparkplatz um das Bremsverhalten der Autos. Zunächst üben die Schüler die Gefahrenbremsung auf normaler Fahrbahn bei einer Geschwindigkeit von 50 Stundenkilometern. Wie lang der Bremsweg dabei ist, sollen die Fahranfänger schätzen – und liegen meist zu kurz. Das Bremsverhalten auf nasser oder vereister Fahrbahn wird anschließend – simuliert durch eine Förderband-Plane – getestet. „Interessant wird es, wenn ein Auto kein Anti-Blockier-System (ABS) besitzt“, weiß Hillmann.

Marvin Guchel ist einer der jungen Testfahrer an diesem Tag. Er hält mit seinem Auto auf die Förderband-Plane zu, beschleunigt auf Tempo 50. Als er die Plane erreicht, bremst er stark ab. Sein Fahrzeug ohne ABS gerät ins Schleudern, und als Beifahrer wird einem richtig mulmig zumute. Das ist gewollt, denn gerade dieser Schock bringt die jungen Fahrer dazu, sich das Verhalten des Fahrzeugs bewusst zu machen und darüber nachzudenken, wie man in einem Ernstfall reagieren könnte.
Und auch zur Vermeidung brenzliger Situationen gibt Hillmann Tipps: „Die besten Reifen sollten immer hinten angebracht werden, denn dadurch wird die Spur auch beim rutschen beibehalten“, gibt er beispielsweise den Schülern mit auf den Weg.

Guchel ist von dem Training durchaus angetan. „Die Verkehrswoche ist sehr sinnvoll, da wir umfassend informiert werden“, erklärt er. Am Ende können die Schüler auf nasser Bahn Slalom fahren, um ihr neues Wissen gleich praktisch umzusetzen. Trotz des ernsten Themas haben die jungen Fahrer dabei offensichtlich viel Spaß.

Von Lisa Hampel

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