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Schüler erleben Naturschutz

Grünes Band Schüler erleben Naturschutz

80 Schüler des Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasiums in Herzberg haben praktischen Biologieunterricht im Eichsfeld bekommen. Die Zwölftklässler haben an der Sielmann-Schutzhütte, die unterhalb der Roten Warte direkt am Grünen Band liegt, Pflanzen kartiert. 

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Kartieren Pflanzen am Grünen Band

Quelle: SPF

Zu der Aktion war es gekommen, weil die Gymnasiasten Facharbeiten zu Naturschutz-Themen geschrieben hatten. Die Schülerin Judith Jacobi hatte in ihrer Arbeit das Europäische Grüne Band unter die Lupe genommen. Schließlich kamen die Herzberger Schüler nach Duderstadt, weil die dort ansässige Sielmann-Stiftung einen Teil des Grünen Bandes betreut. 

Auf Gut Herbigshagen erklärte Jacobi ihren Mitschülern, welche Bedeutung das Grüne Band für den Naturschutz hat. Anschließend gingen die Schüler ins Gelände, um das Theoretische auch praktisch zu erfahren. Sie untersuchten, welche verschiedenen Lebensräume sich in 40 Jahren ohne menschliche Eingriffe entwickelt haben. 

Pflanzen bestimmen

Mit Pflanzenbestimmungsbüchern versuchten sie herauszufinden, welche Pflanzen in den Biotoptypen Magerrasen, Wald, Waldrand oder Acker und Ackerrand wachsen. Anhand der kartierten Pflanzen könne man Rückschlüsse auf Bodenwerte ziehen, erklärte Rómulo Aramayo, Umweltbiologe der Sielmann-Stiftung. Brennesseln beispielsweise würden anzeigen, dass der Boden reich an Stickstoff sei. Die Koordinatorin für Umweltbildung an der Sielmann-Stiftung, Susanne Eich, erklärte: „Um die verschiedenen Prozesse am Grünen Band zu verstehen ist es wichtig, die Perspektive wechseln zu können.“ Naturschützer würden einen anderen Blick auf die natur werfen als Landwirte, so Eich. 

Das Grüne Band ist ein rund 1400 Kilometer langer Geländestreifen entlang der ehemaligen deutsch-deutschen Grenze. Da das Grenzstück seit den 1960er-Jahren so gut wie unberührt blieb, entwickelte es sich zu einem Rückzugsgebiet für bedrohte Tierarten und als ungestörter Lebensraum für Pflanzen. 

bd

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