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Schüler experimentieren mit Ingenieuren

Duderstadt Schüler experimentieren mit Ingenieuren

Viertklässler der Duderstädter St.-Elisabeth-Schule haben am Montag gemeinsam mit Ingenieuren experimentiert. Sie beteiligten sich am Projekt „Zauberhafte Physik“, das der Bezirksverein Deutscher Ingenieure in Hannover organisiert und finanziert.

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Schüler lernen mit Experimenten die Welt der Physik kennen.

Quelle: Art

Duderstadt. „Wir bringen Sachen in Funktion und nutzen dazu physikalische Erkenntnisse, um Probleme der Menschheit zu lösen“, erklärte die Duderstädter Diplom-Ingenieurin Daniella Cunha Teichert den Kindern. Das Projekt solle Grundschüler für Naturwissenschaft und Technik begeistern und ihnen die Möglichkeiten und Chancen technischer Berufe nahebringen. Die Elektroingenieurin beim Unternehmen Bosch war in Göttingen auf das Projekt aufmerksam geworden, an dem sich dort die dritten und vierten Klassen der Lohbergschule und Schüler der Wilhelm-Henneberg-Schule in Weende beteiligen. Über Kontakte zum VDI-Arbeitskreis Frauen im Ingenieurberuf gelang es ihr in mehreren Schritten, das Projekt nach Duderstadt zu holen.

„Ihr werdet in die Rolle von Wissenschaftlern schlüpfen, um physikalische Experimente durchzuführen“, sagte Cunha Teichert, bevor sich die ehrenamtlichen Paten vorstellten. Maschinenbauingenieur Thomas Link von der Fachhochschule Nordhausen, Bauingenieur Daniel Goedecke von der Konstruktionsgruppe Bauen Göttingen, Maschinenbauingenieur Marcel Jung vom Duderstädter Unternehmen Ottobock und Verkehrsingenieurin im Ruhestand Gisela Zeidle berichteten den Grundschülern in leicht verständlichen Worten von den Aufgaben, die in den jeweiligen Berufsfeldern gelöst werden müssen. Deutlich wurde, dass in Ingenieurberufen sehr vielfältig gearbeitet werden kann.

Anschließend verteilten die Paten sogenannte Lesekisten. In einer solchen Box waren für die Schüler haushaltsübliche Materialien zusammengestellt, die sie für die Experimente benötigten. Die Schüler zogen Zettel mit Anleitungen aus den Boxen, die sie laut vorlasen.

Mit den Materialien bastelten sie Knalltüten und Lochsirenen, um zu verstehen, wie verschiedene Geräusche, Schall und Schwingungen entstehen und Geräusche übertragen werden. Einen Tisch weiter lernten sie, welche Werkstoffe und Materialien durch Magneten angezogen werden. Die Kinder erfuhren, dass Zugvögel die magnetische Kraft zur Orientierung nutzen. Mit Eisenpulver machten die Kinder Magnetlinien sichtbar. Beim Basteln von Stehaufmännchen erfuhren sie etwas über Schwerpunkt und Gleichgewicht. Zum Abschluss präsentierten die Schüler ihre Experimente und erklärten sie den anderen Kindern. „Die Knalltüten haben am meisten Spaß gemacht“, so das Fazit von Korbian. “Mir gefiel es, die Magnetlinien sichtbar zu machen“, betonte Lisa Marie.

„Jeder wird in jeden Schritt miteinbezogen, das fördert die Teamarbeit“, betonte Daniela Ringleb, Fachkonferenzleitung Sachunterricht an der Duderstädter St.-Elisabeth-Schule. Generell würden Versuche, Experimente und das Erforschen immer mehr an Bedeutung gewinnen.

Der Besuch der Physikpaten soll keine Eintagsfliege bleiben. Sie werden auch am Freitag, 25. August, und am Dienstag, 29. August, in die Duderstädter Schule kommen, um den beiden übrigen vierten Klassen einen Einblick in die Welt der Physik zu geben. Im Januar 2018 soll dann das dritte Schuljahr folgen. „Es ist gut, dass die Kinder mit Menschen aus der Wirtschaft in Kontakt kommen und nicht immer nur die Lehrkraft das Experiment anleitet“, sagte Schulleiterin Tanja Niederstraßer. In einer Fachkonferenz solle entschieden werden, ob das Projekt ausgebaut oder wiederholt werde.

Von Axel Artmann

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