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Schule und Betrieb in einem Boot

Berufsschulen Schule und Betrieb in einem Boot

Während die Diskussion um die Einführung neuer Gesamt- und Ganztagsschulen in der Öffentlichkeit mit Lautstärke geführt wird, hat sich an den Berufsschulen in Niedersachsen in aller Stille eine Neuordnung der beruflichen Grundbildung vollzogen. Im Prinzip geht es immer mehr um eine Stärkung der Zusammenarbeit zwischen Berufsschule und Betrieben.

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Praxisorientiert sind die Aufgaben in den Berufsbildenden Schulen: Friedel Nolte (r.) mit Patrick Nünemann bei einem Test aus dem Bereich Kfz-Elektronik.

Quelle: Tietzek

Das gilt auch für die Berufsbildenden Schulen (BBS) in Duderstadt, die seit dem vergangenen August die neue Systematik inhaltlich und organisatorisch umsetzen. Schulleiter Hans Rose weist darauf hin, dass es hier in Duderstadt schon seit längerer Zeit eine sehr enge Zusammenarbeit zwischen Betrieben und Berufsbildenden Schulen gibt – so beispielsweise mit den hiesigen Kraftfahrzeug-Betrieben. Ebenso gibt es auch durch zahlreiche Praktika für die Schüler immer wieder die Gelegenheit, die Kontakte zu den in der Region ansässigen Firmen auszubauen und zu vertiefen.

Grundlegend neu in der beruflichen Bildung ist die Abschaffung des Berufsgrundbildungsjahres, das es beispielsweise für die Bereiche Holz, Metall und Bauen gab. Ersetzt wird dieses Berufsgrundbildungsjahr nunmehr durch die Berufsfachschulen, die berufsbezogen ausgerichtet sind. Zielsetzung ist es, so erläutert der stellvertretende Leiter der BBS Duderstadt, Friedel Nolte, den Besuch der Berufsfachschule als erstes Ausbildungsjahr anrechnen zu lassen. Daneben geht es um die Vermittlung betrieblicher Praxiserfahrung für die Schüler und um frühzeitige Kontakte zu Betrieben in der Region.

Neu in der Berufsschul-Systematik Niedersachsens ist auch das so genannte Berufsvorbereitungsjahr und die Berufseinstiegsklasse. Sie sollen es Schülern ermöglichen, den Hauptschulabschluss zu erlangen, der für einen Ausbildungsplatz zwar nicht zwingend vorgeschrieben, aber doch mehr als erwünscht ist, wie Rose unterstreicht.

Tatsächlich ist der Hauptschulabschluss auch Eingangsvoraussetzung für die einjährige Berufsfachschule, für einige Ausbildungsberufe wird sogar der Realschulabschluss gefordert. In allen Berufsfachschulklassen wird eine mindestens vierwöchige praktische Ausbildung in geeigneten Betrieben geboten. Am Ende des einjährigen Bildungsganges findet eine schriftliche und praktische Abschlussprüfung statt, deren Ergebnis in das Endzeugnis einfließt.

Derzeit werden die Berufsbildenden Schulen Duderstadt von etwa 900 Schülern aus der Region und der näheren Umgebung besucht, denen folgende Bildungsangebote gemacht werden: Gewerblich-technischer Bereich: Berufsvorbereitungsjahre Metall, Bau und Holztechnik, Berufsfachschulen Bautechnik, Holztechnik, Metalltechnik, Fahrzeugtechnik, Fachoberschule Technik und Berufsoberschule Technik. Dazu kommt ein ähnlich strukturiertes weitgespanntes schulisches Angebot in den Bereichen Hauswirtschaft und Pflege. Ebenfalls stark an der Praxis orientiert ist der Sektor kaufmännischer Bereich.

Sebastian Rübbert

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