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Schulen schaffen Platz für behinderte Kinder

Samtgemeinde stellt Weichen Schulen schaffen Platz für behinderte Kinder

Ab kommendem Jahr haben Eltern nicht nur Rechtsanspruch auf einen Krippenplatz, sondern auch auf die Beschulung behinderter Kinder in Regelschulen – die sogenannte Inklusion. Die stellt die Schulträger und Kollegien vor große Herausforderungen. In der Samtgemeinde Gieboldehausen, die Träger der dortigen Grundschulen ist, werden zurzeit die Weichen für die Einführung der inklusiven Schule gestellt.

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Barrierefrei zu erreichen, aber noch ohne behindertengerechte Toiletten: die Gieboldehäuser Grundschule.

Quelle: Lüder

Gieboldehausen. Zur Umgestaltung aller Grundschulen hat der Gesetzgeber den Kommunen eine Frist bis Mitte 2018 eingeräumt.  Für die ab dem Schuljahr 2013/14 sicherzustellende Förderung der geistigen, körperlichen und motorischen Entwicklung, Sehen und Hören können bis dahin Schwerpunktschulen in „zumutbarer Entfernung“ eingerichtet werden. In der Samtgemeinde soll diese Aufgabe der Grundschule in Gieboldehausen zufallen.

Die Schule ist barrierefrei zu erreichen, es muss allerdings noch eine behindertengerechte Toilette eingebaut werden. Der Antrag von Reinhard Dierkes (SPD), die bereits mit einer Behindertentoilette ausgestattete Grundschule Bilshausen zusätzlich als Schwerpunktschule zu bestimmen, fand im Schulausschuss keine Mehrheit.

Von den Kindern, die im kommenden Jahr in der Samtgemeinde eingeschult werden,  sind derzeit acht Kinder auf sonderpädagogische Unterstützung angewiesen. Für die zentral gelegene Gieboldehäuser Schule, auf die sich die Schulleitungen als Schwerpunktschule verständigt haben, kommen allerdings  nur zwei Schüler in Frage. Alle anderen haben Defizite bei Lernen und Sprache, emotionaler und sozialer Entwicklung.

Und für diese Bereiche gibt es Förderunterricht an den jeweiligen örtlichen Grundschulen. Nicht nur der Gieboldehäuser Schulleiter Ulrich Haase hält die Förderstunden für unzureichend und gab im Schulausschuss zu bedenken, ob betroffene Kinder nicht besser an einer Förderschule betreut werden könnten.

Auch die Schwerpunktschule müsse nicht zwingend besucht werden, sagt Samtgemeinde-Bürgermeister Marlies Dornieden (CDU), die eine zentrale Übergangslösung schon wegen der Förderbegleitung für sinnvoll hält. Ab 2018 müssten dann an allen Grundschulen – falls erforderlich – bauliche Voraussetzungen für Kinder mit Handicap geschaffen werden.

Und das betrifft nicht nur die Toiletten. Unter anderem müssen  Rampen und Rückzugsräume geschaffen werden. Vor dem Hintergrund des Kostenaufwands und der demografischen Entwicklung befürchtet Dornieden, dass sich die künftige Diskussion um Schulstandorte noch einmal verschärfen wird.

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