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Schwedhelm: Teilnehmer aus dem Eichsfeld spiegeln Region nicht wider

Kritik an Gästeliste für Präsidentenfest Schwedhelm: Teilnehmer aus dem Eichsfeld spiegeln Region nicht wider

Kritik an der Auswahl der eichsfeldischen Gäste für das Sommerfest des Bundespräsidenten übt Hans Georg Schwedhelm.

In einem Schreiben an Staatsoberhaupt Christian Wulff moniert er, die eingeladenen Personen „spiegeln das gesellschaftliche Leben in der Region Duderstadt nicht wider“. Namentlich nennt Schwedhelm Duderstadts Bürgermeister Wolfgang Nolte (CDU), den ehemaligen Fachbereichsleiter der Stadt Paul Schneegans, das vormalige Vorstandsmitglied der Sparkasse Hermann Tallau sowie den jetzigen Vorstandssprecher Alfons Wüstefeld, den Minister a. D. und Landtagsabgeordneten Gerold Wucherpfennig (CDU) sowie den Redaktionsleiter des Blick, Gerd Goebel.

Nach seinem Verständnis sei das Sommerfest ein Dankeschön an ehrenamtlich aktive Menschen führt Schwedhelm aus. „Diese Gruppe war gerade nicht zu dem Sommerfest eingeladen.“ Er könne eine Vielzahl von Bürgern benennen, die in den Bereichen Umweltschutz, der Integration, in den Behindertenorganisationen wie der Lebenshilfe aktiv seien. „Für diese Menschen wäre die Einladung eine Bestätigung ihrer Arbeit gewesen“, so Schwedhelm.

Tatsächlich haben die von ihm genannten Personen am Sommerfest im Garten von Schloss Bellevue teilgenommen. Sie waren unter den 5000 Menschen, die bei der Feier am Amtssitz des Bundespräsidenten dabei waren. Die Gäste aus der Region Duderstadt waren auf Nachfragen des Präsidialamtes vom Land aufgrund ihres Engagements im Zusammenhang mit der deutschen Einheit als Gäste benannt worden. Unter anderem hatte Schneegans die Arbeit des Grenzlandmuseums Eichsfeld als dessen ehrenamtlicher Geschäftsführer präsentiert (Tageblatt berichtete).

Mit seiner Kritik an der Gästeauswahl steht Schwedhelm, der auch Vorstandssprecher des Göttinger Kreisverbandes der Grünen ist, nicht alleine. Im Kommentarbereich der Tageblatt-Homepage war nach dem Fest über die Zusammensetzung der Eichsfelddelegation debattiert worden. Mit Schwedhelms Brief ist diese Kontroverse nun im Bundespräsidialamt angekommen.
Dort hat man reagiert. Mario Haddzis vom Protokollreferat antwortet ausführlich auf das Schreiben. Haddzis erläutert, die Veranstaltung habe zu Ehren engagierter Bürger stattgefunden, „die unser Land in den vergangenen 20 Jahren zusammengeführt und vorangebracht haben“. Die Einladung der von Schwedhelm genannten Persönlichkeiten aus Duderstadt sei in diesem Zusammenhang erfolgt. Dann fordert Haddzis Schwedhelm auf, jeweils eine Person aus den Bereichen Umweltschutz und Lebenshilfe unter Darlegung des ehrenamtlichen Engagements mit deren Anschrift zu benennen.

„Entsprechende Anregungen prüfe ich gerne im kommenden Jahr.“ Sofern eine Einladung erfolge, werde er sich direkt mit den jeweiligen Gästen in Verbindung setzen, so der Mitarbeiter des Bundespräsidialamtes.

lo

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Sommerfest

Die Kritik von Hans Georg Schwedhelm ist falsch und hat doch einen richtigen Kern. Falsch ist sie, weil sein Schreiben an den Bundespräsidenten verschweigt, dass die von ihm genannten Personen sich über ihre Funktionen und Ämter hinaus ehrenamtlich engagieren.

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