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Vorsorge per Ultraschall

Duderstadt Vorsorge per Ultraschall

Rund 60 Interessierte haben am Sonnabend den „Screening Day“ im Duderstädter Krankenhaus St. Martini besucht. Mit Hilfe einer Ultraschalluntersuchung wollten sie erfahren, ob sie von einer krankhaften Erweiterung der Bauchschlagader, einem Bauchaortenaneurysma, betroffen sind.

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Quelle: gt

Duderstadt. Das Gefährliche daran sei, dass die Entwicklung symptomlos verlaufe und es vom Patienten meistens nicht bemerkt werde, berichtete Dr. Mariusz Zabski, Sektionsleiter Gefäßchirurgie am St.-Martini-Krankenhaus Duderstadt. Werde das Aneurysma größer, könnten vor allem Schmerzen im Rücken, aber auch im Bereich des Unterbauchs oder der Nieren auftreten.

„Ab einem Durchmesser von fünf Zentimetern steigt die Gefahr des Platzens durch einen Gefäßwandeinriss deutlich an“, erklärte Zabski. Wenn es zum Platzen komme, bestehe durch die innere Blutung eine „lebensbedrohliche Situation“.

Häufiger Grund: Gefäßverkalkung

Der Betroffene bemerke in einer solchen Situation einen unerträglichen Bauchschmerz mit Ausstrahlung in den Rücken, Übelkeit und Brechreiz, heißt es in einem Informationsblatt der Deutschen Gesellschaft für Gefäßchirurgie und Gefäßmedizin, das für die Besucher bereit lag. Die meisten Aneurysmen würden durch Gefäßverkalkungen hervorgerufen. Fünf von hundert Männern über 65 Jahre hätten eine krankhafte Erweiterung der Hauptschlagader, die überwacht werde. Bei einem von hundert Patienten sei eine umgehende Behandlung notwendig. Das Risiko für Frauen sei geringer.

Zur Risikogruppe gehörten Menschen, deren Vater oder Mutter von der Krankheit betroffen gewesen sei, erklärt Zabski. Begünstigt werden könne eine Erweiterung der Bauchschlagader durch das Rauchen. Die Wahrscheinlichkeit für ein Aneurysma steige mit dem Alter. Vier Patienten seien in den vergangenen zehn Monaten in St. Martini operiert und mit Prothesen versorgt worden, berichtet der Mediziner. Zum „Screening-Day“ seien manche Teilnehmer „mit leichter Spannung“ und „innerer Unruhe“ gekommen, viele schließlich erleichtert gewesen, dass sie keine „Zeitbombe“ in sich hätten.

„Es war erträglich“, erklärte Karl-Heinz Müller nach dem Ultraschall-Screening. Der 72-Jährige aus Gerblingerode bezeichnete den schmerzlosen Vorgang als „ganz einfache Untersuchung“. Aus Bad Sachsa kam Silvia Göhl zur Vorsorgeuntersuchung in das Duderstädter Krankenhaus. „Es war eine ganz einfache Sache“, lautete auch ihr Fazit.

Von Axel Artmann

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